Seine neue Radiosendung im SWR beginnt Thomas Gottschalk mit einem Geständnis: In der Kirche klaute er als kleiner Junge Geld aus dem Klingelbeutel

So so, der kleine Thomas Gottschalk war ein Rabe. Jedenfalls hat er, nach eigenen Angaben, geklaut wie einer. Nicht mal der Klingelbeutel in der Kirche war vor ihm sicher! Mit dieser Beichte begann Gottschalk (69) gestern seine Radio-Comebackshow "SWR3 Gottschalk und Zöller" beim Südwestrundfunk.

Gottschalk startete launig in die Premieren-Sendung beim neuen Arbeitgeber. "Ein Traum wird wahr: Ich bin wieder im Radio. Ich habe das 20 Jahre alleine geschafft, aber jetzt ist es soweit: Man hat mir einen Pfleger an die Seite gegeben. Constantin!" Dieser, Constantin Zöller, ist 32 und nicht ganz halb so alt wie der Grand Segnieur der deutschen Showbranche. Der merkt sich den Namen des neuen Partners, so scherzte er, mit einer Eselsbrücke: "Ein Mann wie ein Böller – Constantin Zöller!"

Ein kleiner Böller war dann Gottschalks Beichte, er habe als "Kind wahnsinnig geklaut". Dabei habe er sogar seine Position als Ministrant ausgenutzt und in unbeobachteten Mometen immer mal wieder eine D-Mark aus dem Klingelbeutel gemopst. Immerhin habe er Reue gezeigt und das Zwiegespräch mit dem Herrn gesucht: "Lieber Gott, ich geb's in Deinem Sinne aus – und wenn Du was dagegen hast, dann lass mich halt vom Blitz erschlagen."

Der Herr schonte ihn. Ein Blitz schlug trotzdem ein – als Gottschalk Ende 2019 ankündigte, alle Radio- und Fernsehprojekte für seinen langjährigen "Radio-Haussender", den Bayerischen Rundfunk, einzustellen. Dort hatte er 1971 als freier Mitarbeiter seine Karriere begonnen, war nach diversen Intermezzi bei mehreren TV-Sendern 2017 zurückgekehrt. Für den Südwestrundfunk war Gottschalk, Rechtsanwaltssohn aus dem fränkischen Kulmbach, vor seinem jetzigen Engagement nie tätig gewesen. Allerdings arbeitet Karina Mross (57), Gottschalks neue Lebensgefährtin, für den Sender.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH