In "Underworld: Blood Wars" schlüpft Kate Beckinsale erneut in ihren heißen Vampirfummel. Der fünfte Teil strotzt vor Frauenpower und erstmals dominieren Schwerter statt Schusswaffen.

"Underworld: Blood Wars" (2016) schließt zeitlich an den vierten Teil der kultigen Blutsauger-Reihe an. Vampirin Selene (Kate Beckinsale) kämpft weiterhin gegen den Lykaner-Clan. Doch die fast größere Bedrohung scheint diesmal wieder aus den eigenen Reihen zu kommen: Vampiranführerin Semira (Lara Pulver) intrigiert gekonnt gegen die vermeintliche Verräterin Selene, sie will sie ausbluten lassen und ihr reines Blut trinken. RTL zeigt den neuen Film der Horror-Action-Saga in einer Free-TV-Premiere zu später Stunde.

Erfreulich: Obwohl sie stets Kostüme mit extratiefen Ausschnitten tragen, dürfen auch die weiblichen Charaktere neben Selene diesmal mehr sein als nur sexy Deko. Tatsächlich strotzt die fünfte Folge von "Underworld" geradezu vor Frauenpower, was womöglich daran liegt, dass eine Frau die Regie übernahm: Anna Foerster. So lässt etwa Vampirkönigin Semira ihr persönliches Boytoy Varga (Bradley James) vor ihr auf die Knie gehen, um sie zu befriedigen. Ein sexistisches Bild der anderen Art.

Ein bisschen erstaunt ist man darüber, dass im fünften Teil erstmals klingende Schwerter statt wild verpulverte Schussmunition im Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen dominieren. Eine ordentliche Prise "Game of Thrones"-Atmosphäre – inklusive winterliche Kälte und Mauer – war wohl das Ziel. Erzählerisch kann der neue "Underworld"-Film allerdings nicht mit der HBO-Erfolgsserie mithalten: Die Darsteller bemühen sich zwar, können aber gegen das mangelhafte Drehbuch mit seiner wirren Story nicht viel ausrichten. Originalität und Handlungstiefe bleiben auf der Strecke.


Quelle: teleschau – der Mediendienst