Auf ein Bierchen nebenan: kabel eins porträtiert in der Doku-Reihe "Unser Kiosk – Trost und Prost im Viertel" die Besitzer und Kunden deutscher Büdchen in einer nunmehr dritten Staffel.

Sie bilden die sozialen Zentren vieler deutscher Großstadtviertel: Kioske, Spätis, Büdchen. Dort gibt es zu jeder Tageszeit so gut wie alles: Süßigkeiten für die Kleinen, Zigaretten, Kaffee und auch mal ein Bier oder einen Kurzen für die Großen. Doch "Unser Kiosk", so der Titel der Sozial-Doku-Reihe, die bei kabel eins nun in die dritte Staffel startet, bietet so einigen noch viel mehr: eine nicht zu unterschätzende soziale Funktion. "Man tauscht sich aus, man hilft sich untereinander, man kann sich aufeinander verlassen", beschreibt etwa Marie ihren Lieblings-Mikroskosmos zwischen Marlboro-Schachtel und dem "Goldenen Blatt".

Seit mehr als zehn Jahren ist Marie Stammkundin in "Heidruns Trinkstübchen" im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Und nicht nur in Micha hat sie einen echten Freund gefunden. Der Kioskbesitzer hat bereits vor Jahren die Trinkhalle seiner verstorbenen Mutter Heidrun übernommen. Wenn Micha eine Spendenaktion für den erkrankten Hund Maries auf die Beine stellt, dann menschelt es nicht nur zwischen diesen beiden.

Diese Mischung aus "Trost und Prost" kam zuletzt auch in der zweiten Staffel ordentlich an. Sie erreichte nach zunächst schwächerem Start bis zu 7,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer. In den neuen Folgen führt die Reise von Heidruns Trinkstübchen aus unter anderem auch nach Saarbrücken. Im Brennpunktviertel Burbach betreibt der Saarländer Andreas seit 2014 seinen Kiosk "Tabak Keßler". Häufig ist Marianne an Andreas' Kiosk anzutreffen. Die Rentnerin teilt ein Schicksal mit leider vielen älteren Menschen in Deutschland. Sie lebt in Altersarmut. Und das, obwohl sie 35 Jahre lang hart gearbeitet hat.

Unser Kiosk – Trost und Prost im Viertel – Do. 20.02. – kabel eins: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH