Wer Schlager singt, hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Das merkte auch Vanessa Mai. In einem Porträt des öffentlich-rechtlichen Jugendangebots "funk" ließ die Sängerin ihren Gedanken freien Lauf. "Nur weil ich Schlager singe, habe ich keinen Schuss! Ich bin ganz normal", erklärte die 27-jährige Musikerin in dem Beitrag.

Bezüglich ihres Hits "Wir 2 immer 1" aus ihrem Album "Schlager" (2018), für den sie mit dem Rapper Olexesh zusammenarbeitete, musste die Sängerin viel Kritik einstecken. Viele hielten die Verbindung zwischen Schlager und Rap für unpassend. Vanessa Mai selbst war auf die Zusammenarbeit mit dem Rapper gespannt. "Ich hatte auch Vorurteile", gestand die 27-Jährige. Trotz des coolen Rapper-Daseins sei Olexesh dann aber "mit der höflichste Künstler" gewesen, dem Vanessa Mai je begegnet ist.

Vanessa Mai verriet in dem etwa fünfminütigen Interview aber auch, was sie am Schlager stört. "Es gibt was, was sich die Schlagerszene von der Rapszene abgucken könnte: Unter den Rappern ist ein wahnsinniger Support", erklärte sie. "Was mich vielleicht ein bisschen stört im Schlager ist dieses aalglatte Nie-anecken-Dürfen, keine Meinung haben dürfen. Ich möchte mich da nicht reindrängen lassen. Ich möchte dafür stehen, dass man in jeder Branche eine Meinung haben darf."

Schon mit dem Album "Schlager" (2018) machte sie deutlich, dass sie sich in keine Schubladen stecken lässt. Auch mit ihrer aktuellen Single "Beste Version", die sie im Mai veröffentlichte, schlägt Vanessa Mai wieder die Pop-Richtung ein. Im Text spricht sie über die Ecken und Kanten jedes einzelnen Menschen und gibt ein eindeutiges Statement ab: "Es ist okay, wenn du nicht wie die anderen bist."


Quelle: teleschau – der Mediendienst