Die Entrüstung war groß, als die Macher des "Hellboy"-Reboots ankündigten, dass Ed Skrein die Rolle des Major Ben Daimio in der Neuverfilmung des Comics spielen werde. Zwar zweifelten die Protestierenden nicht am Talent des Briten, der unter anderem den Widersacher von "Deadpool" spielte, wohl aber an dessen Eignung.

Die Figur, die Skrein spielen sollte, hat im Gegensatz zu dem 34-Jährigen japanische Wurzeln. Einmal mehr werde in einem Hollywoodfilm eine Rolle für einen Angehörigen einer ethnischen Minderheit einem weißen Darsteller zugeteilt, lautete der Tenor. Während Stars wie Scarlett Johansson ("Ghost in the Shell") oder Tilda Swinton ("Doctor Strange") ähnliche "Whitewashing"-Vorwürfe abbügelten, gab Skrein den Kritikern Recht und trat von der Rolle zurück.

"Ethnische Vielfalt abzubilden ist wichtig"

"Es ist offensichtlich, dass es den Menschen wichtig ist, dass diese Figur in einer ethnisch korrekten Weise dargestellt wird und der Verzicht darauf dem besorgniserregenden Trend folgen würde, die Geschichten und Stimmen ethnischer Minderheiten in der Kunst zu vernebeln. Meiner Meinung nach ist es wichtig, das zu respektieren", erklärte der Schauspieler seine Entscheidung bei Twitter. Als er entschied, die Figur zu spielen, habe er von deren asiatischen Wurzeln nichts gewusst. "Ethnische Vielfalt abzubilden ist wichtig, vor allem für jemanden wie mich, der aus einer Familie mit vielfältigem Erbe stammt. Es liegt in unserer Hand, in schwierigen Zeiten moralische Entscheidungen zu treffen und uns für das Miteinander auszusprechen."

Applaus für seine Entscheidung erhielt Skrein nicht nur von zahlreichen Twitterern, sondern auch vom designierten "Hellboy"-Darsteller David Harbour und den Produzenten des Films: "Wir unterstützen seine Entscheidung voll und ganz", zitiert "The Hollywood Reporter" Larry Gordon und Lloyd Levin. Man werde sich nun bemühen, den freigewordenen Part mit einem Schauspieler zu besetzen, "der besser zur Figur im Ausgangsmaterial passt".


Quelle: teleschau – der Mediendienst