Wie ist Sheldon Cooper, Star aus der Serie "The Big Bang Theory" zu dem geworden, der er ist? Die Antwort liefert die neue Sitcom "Young Sheldon", die nun bei ProSieben ihre deutsche TV-Premiere feiert.

Die Idee hatte Jim Parsons persönlich. Der Darsteller des Supernerds Sheldon Cooper schlug den Produzenten der Erfolgs-Sitcom vor, ein Spinoff-Prequel der Serienhits "The Big Bang Theory" zu schaffen. Schließlich muss der theoretische Physiker doch einst auch erst so verschroben geworden sein. Und die Weichen für einen Erwachsenen werden eben in der Kindheit gelegt. "Young Sheldon" führt also zurück in die Kindheit des erst neunjährigen Sheldon. ProSieben zeigt die Sitcom, in der Jim Parsons im US-amerikanischen Original nur die Rolle des Erzählers übernimmt, nun als Deutschlandpremiere. Zuvor, um 20.15 Uhr, starten 14 neue Folgen der elften Staffel von "The Big Bang Theory".

Dass der junge Sheldon (Iain Armitage, "Big Little Lies") so komplett anders gestrickt ist als etwa sein großer Bruder George Jr. (Montana Jordan), darüber lässt die Sitcom erst gar keine Zweifel aufkommen. Bereits bei einem ersten Abendessen der Cooper-Familie beschäftigt er sich lieber mit physikalischen Gesetzen, als mit seinem Bruder und dem versoffenen Vater über Football zu reden. Diese Unterschiede der Interessen bringen freilich immer wieder Zwist in die Familie. Vor allem der viel ältere George fühlt sich gedemütigt. Nicht nur, dass er weiß, dass er im Vergleich zu Sheldon eher eine Dumpfbacke ist. Beide werden auch bald in derselben Klasse sein.

Mit dem Beginn seiner High-School-Zeit wird es für den kleinen, bislang von seiner Mutter Mary (Zoe Perry) doch wohlbehüteten Sheldon allerdings ungemütlicher. Wegen seiner Vorliebe für die Einhaltung von Regeln und der Neigung, alles und jeden zu hinterfragen, treibt er seine Lehrer gleich zu Beginn des Schuljahres zur Verzweiflung. Auch bei seinen Mitschülern wird er rasch zum Außenseiter.

Bösartigkeit des erwachsenen Sheldon fehlt

"Young Sheldon" allerdings begeht nicht den Fehler, den werdenden Supernerd als genau die Nervensäge darzustellen, die er als Erwachsener einmal sein wird. Schon gar nicht wird er wegen seiner intellektuellen Überlegenheit etwa zu einem Satansbraten, wofür auch seine Mutter sorgt, die genau weiß, wie sie mit ihrem Kleinen umzugehen hat. Dadurch fehlt der Sitcom die im Original immer wieder gezeigte Bösartigkeit des erwachsenen Sheldon. "Young Sheldon" ist beinahe schon herzlich und erinnert so mehr als Coming-of-Age-Klassiker "Wunderbare Jahre".

Im Zuge der Sitcom-Premiere strahlt ProSieben auch 14 neue Folgen der elften Staffel von "The Big Bang Theory" aus. Darin dreht sich zunächst nur alles um eine Frage. Wird Amy (Mayim Bialik) den Heiratsantrag Sheldons annehmen. Nach einem Abendessen mit ihren Kollegen sehen die Chancen dafür nicht mehr ganz so gut aus.


Quelle: teleschau – der Mediendienst