Grand Line Abenteuer

Netflix feiert zweite Staffel von "One Piece"

10.03.2026, 11.26 Uhr
Netflix setzt mit der zweiten Staffel von "One Piece" neue Maßstäbe. Die Piratenserie um Ruffy und seine Strohhutbande begeistert mit Fantasie und Freiheit.

Furchteinflößend ist sie nicht gerade, diese Flagge mit dem grinsenden Totenkopf, der einen Strohhut trägt. Aber das soll sie auch gar nicht sein. Die Flagge aus der erfolgreichen japanischen Manga-Serie "One Piece" ist ein Zeichen für Freiheit und Selbstbestimmung – und zu einem Symbol von Protesten der Gen Z auf der ganzen Welt geworden. Sie weht überall dort, wo junge Menschen gegen Korruption und Unterdrückung auf die Straße gehen. "One Piece" ist ein Phänomen – die äußerst gelungene Realverfilmung von Netflix trägt ihren Teil dazu bei: Am 10. März startet die zweite Staffel mit allen acht Episoden gleichzeitig.

Die Serie basiert auf der gleichnamigen Vorlage von Eiichirō Oda. Seit 1997 haben sich weit mehr als 100 Bände über 500 Millionen Mal verkauft. Dazu kommt eine langlebige Anime-Serie, die auch schon mehr als 1000 Episoden zählt. Aber man muss gar nicht alle Mangas kennen, um Fan von "One Piece" zu sein.

Alles wird größer

Im Zentrum der Fantasy-Piratenserie steht Monkey D. Ruffy (Iñaki Godoy), der mit seiner Crew – Zorro (Mackenyu), Nami (Emily Rudd), Lysop (Jacob Romero Gibson) und Sanji (Taz Skylar) – einem legendären Schatz, dem titelgebenden "One Piece", nachjagt. Den hatte Piratenkönig Gold Roger einst versteckt und die Menschen aufgefordert, nach ihm zu suchen. "Befreit euch selbst, stecht in See", waren seine letzten Worte, bevor er von der Obrigkeit hingerichtet wurde.

Diesem Aufruf zur Freiheit folgen Ruffy und seine Crew nur allzu gern. Piraten, finden sie, sollen nicht nur plündern, sondern auch träumen. Nachdem die erste Staffel den "East Blue"-Handlungsstrang erzählte und in eine komplett irrsinnige Wasserwelt einführte, setzt Netflix in Staffel zwei noch einen drauf und schickt die Strohhutbande auf die sagenumwobene Grand Line.

Dort warten das Kopfgeldjäger-Syndikat Baroque Works, die Wüsteninsel Alabasta und ein unbeirrbarer Marinekapitän auf die Strohhutbande. Die Konflikte werden größer, die Gegner skrupelloser – und die Schauwerte gigantischer: Netflix ließ sich jede Folge wieder rund 18 Millionen US-Dollar kosten.

Dieses ansteckende Grinsen ...

Na klar, macht der ganze visuelle Bombast Spaß. Doch das ist nicht der Grund, warum "One Piece" so faszinierend ist. Es ist vielmehr die Fantasie, die kindliche Freude, mit der Ruffy und seine Freunde auf der Jagd nach dem mythischen Schatz eigentlich nur die größtmögliche Freiheit suchen.

Das ist abenteuerlich, überdreht, manchmal albern – und doch überraschend politisch. Immer wieder stoßen sie auf korrupte Herrscher, unterdrückte Völker, versklavte Menschen – und kämpfen nicht für Ruhm, sondern für jene, die keine Stimme haben. Ruffy steht für radikale Zielstrebigkeit und kindliche Begeisterung, für Loyalität und Furchtlosigkeit. Mit einem ansteckenden Grinsen und unbeirrbarer Stehaufmännchen-Mentalität ist bei "One Piece" alles möglich. Auch die befreite Gesellschaft, von der die Gen Z mit den Flaggen der Strohhutpiraten träumt.

Die dritte Staffel ist übrigens bereits längst ausgemachte Sache. Netflix hat schon im August 2025 angekündigt, dass Monkey D. Ruffy und Co. weitere Abenteuer erleben dürfen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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