„Rosenheim-Cops“-Star Marisa Burger räumt mit Irrtum auf: „Wir sind keine Millionäre“
Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen kann man richtig viel Geld bekommen, wie verschiedene Veröffentlichungen der vergangenen Jahre gezeigt haben. So sollen Markus Lanz fast zwei Millionen Euro und Oliver Welke mehr als eine Million Euro pro Jahr verdienen. Doch längst nicht alle, die bei ARD und ZDF zu sehen sind, werden dadurch zu Millionären. Der Schauspielerin Marisa Burger, die 24 Jahre bei „Die Rosenheim-Cops“ mitgespielt hat, war es wichtig, dies klarzustellen. In einem Interview mit der „Abendzeitung“ sagte sie, dass sie zwar gut von ihrer Gage leben könne, aber weit entfernt sei von einem Leben im Luxus. Allerdings müsse man sich um ihre finanzielle Situation keine Sorgen machen. „Ich habe vorgesorgt“, beruhigte Burger ihre Fans.
Schon 2024 sprach Burger öffentlich über Gagen – damals mit der „Süddeutschen Zeitung“. Demnach verdienen erfahrene „Rosenheim-Cops“-Schauspieler zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Drehtag. Neulinge werden dagegen mit 600 bis 1.000 Euro pro Drehtag abgespeist, wobei sie noch dazu aufgrund ihres Status nur auf wenige Drehtage kommen.
ZDF spart immer mehr
Kritisch äußerte sich Burger gegenüber der „Abendzeitung“ vor allem über ihren ehemaligen Arbeitgeber: das ZDF. „Im Jahr 2000 haben wir pro Folge zwölf Drehtage gehabt, und heute sind wir bei 6,3 Drehtagen für eine Episode.“ Dadurch gehe die Möglichkeit verloren, die Figuren gemeinsam zu entwickeln. „Ich kann das nicht verstehen, denn eigentlich müsste doch ein erfolgreiches Format gefördert werden“, so Burger, die ihr Engagement bei den „Rosenheim-Cops“ kürzlich beendet hat. Im Oktober 2025 hatte sie ihren letzten Drehtag, bei dem sie die Polizeisekretärin Miriam Stockl verkörperte. Bereits in der ersten Folge der Serie, die das ZDF im Januar 2002 ausstrahlte, war sie zu sehen und kommt somit auf mehr als 590 Auftritte als Frau Stockl. Kult erlangte vor allem ihr Ausruf „Es gabat a Leich!“, mit dem sie die Kommissare über den Beginn einer Mordermittlung informierte.
Marisa Burgers Berufsleben nach den „Rosenheim-Cops“
Bevor Marisa Burger bei den „Rosenheim-Cops“ einstieg, hatte die ausgebildete Schauspielerin Engagements am Münchner Volkstheater sowie am Metropoltheater in München-Freimann. Und auf die Bühne wollte sie nach ihrem Aus bei der ZDF-Serie auch zurückkehren. Mit diesem Plan hat es reibungslos geklappt: Seit Februar 2026 spielt sie an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg eine Hauptrolle im Stück „Kleine Verbrechen unter Liebenden“. Die Bühne teilt sie sich unter anderem mit Jan Sosniok, der ebenfalls als TV-Schauspieler bekannt ist. Neben Rollen in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Berlin, Berlin“ und „Danni Lowinski“ war er 2019 in einer Folge von „Die Rosenheim-Cops“ zu sehen.
Trotz ihrer langen Schauspielerfahrung hatte Burger bei der ersten Aufführung von „Kleine Verbrechen unter Liebenden“ Lampenfieber, wie sie in ihrem Podcast „Abendkasse – Kultur in der Clutch“ verriet. Demnach hatte sie einen extrem trockenen Mund und ein Herzklopfen, das ihr das Gefühl gab, dass ihre Halsschlagader platzt. Nach einiger Zeit legte sich die Aufregung aber wieder, und Burger genoss ihre Rückkehr auf die Bühne. Das Stück ist noch bis zum 20. April 2026 im Programm der Komödie Winterhuder Fährhaus.
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