Ausgabe vom 10. März

„Du kriegst das nicht“ und „Sensationstag“: Wenn Expertisen zur Makulatur werden

10.03.2026, 10.16 Uhr
Moderator Horst Lichter hatte gleich im Gefühl, dass heute ein „Sensationstag“ wird. Auf jeden Fall werden bei einem astreinen Schränkchen und einem zauberhaften Collier angesichts der hohen Händlergebote Expertisen schnell zur Makulatur. Ganz nach dem Motto: „Du kriegst das nicht!“
Die Experten Colmar Schulte-Goltz, Wendela Horz und Annika Raßbach stehen mit Moderator Horst Lichter im "Bares für Rares"-Studio nebeneinander, dabei lächeln sie in die Kamera.
Horst Lichter mit drei Experten von "Bares für Rares"  Fotoquelle: ZDF/Frank Beer

Horst Lichter ist vom ersten Verkaufsobjekt direkt angetan: „Was für ein schönes Schränkchen!“ Das möchten Gudrun und Thomas im Pulheimer Walzwerk zu Geld machen. Das rund 100 Jahre alte Erbstück aus Buchenholz ist so kompakt, dass es selbst in einem kleinen Hausflur Platz findet. Vier Schubladen und ein Fach sind jeweils mit Keramikschildern beschriftet, die verraten, dass hier jeweils Platz für „Putzzeug“, „Wichszeug“, „Werkzeug“, „Verschiedenes“ und „Flaschen“ ist.

Allerdings kam im Inneren des Schränkchens minderwertiges Holz zum Einsatz. So kann Experte Detlev Kümmel demonstrieren, was einst als „astrein“ galt. Im Inneren einer Schublade klafft nämlich ein großes Loch. Zudem gibt es beim Keramikschild an der Ecke einen sichtbaren Abplatzer. Lässt sich angesichts dessen Gudruns Wunschpreis von 300 Euro realisieren? Detlev muss hier bremsen, denn: „Das ist jetzt auch kein besonders wertvolles Möbel.“ Den Wert taxiert er auf 200 bis 250 Euro.

Was sich im Händlerraum gleich abspielen wird, deutet bereits Daniel Meyers erster Kommentar an: „Es gibt manchmal so Fundstücke, da stimmt einfach alles.“ Christian Vechtel startet – in Abwesenheit von Walter „Waldi“ Lehnertz – mit 80 Euro. Schnell klettern die Gebote in die Höhe und erreichen das untere Ende der Expertise. Bei der Höchstgrenze der Expertenschätzung kanzelt Daniel einen Händlerkollegen selbstbewusst ab: „Du kriegst das nicht.“ Doch Christian lässt sich nicht beirren und geht direkt auf 300 Euro. Beide bieten sich in kleinen Schritten gegenseitig hoch. Als Daniel bei 390 Euro ankommt, erklärt Jan Čížek: „Der Preis ist schon sehr verrückt, was wir hier bieten.“ Kein Wunder also, dass Gudrun Daniels Gebot akzeptiert: „Wunderbar!“

„Bares für Rares“: Bieterduell um zauberhaften Multifunktionsschmuck

Als Horst dachte, dass heute ein „Sensationstag“ wird, hatte er vielleicht dieses ungewöhnliche goldene Collier im Sinn, dessen „Feuer“ ihn beeindruckt. Dafür verantwortlich sind ein funkelnder Altschliffdiamant und schillernde Diamantrosen. Die eigentliche Besonderheit ist aber, dass es sich um ein modulares Schmuckstück handelt, wie Wendela Horz ausführt. Denn es wurde vor über einem Jahrhundert so konzipiert, dass es sich nicht nur als Collier, sondern auch als Brosche tragen lässt. Leider habe man es danach „verschlimmbessert“, sodass hier möglicherweise Überarbeitungen notwendig seien. Petras Wunschpreis liegt zwischen 450 und 700 Euro. Die Expertin geht da sogar noch etwas höher: 800 bis 1.000 Euro.

Im Händlerraum adelt Elke Velten das Schmuckstück als „zauberhaft“. Jan findet es „sehr, sehr schön“ und Daniel lobt die „wunderschöne Dynamik“. Das wird nicht billig! Elke startet mit 500 Euro, doch Daniel kontert. Beide bieten sich schnell  in 100-Euro-Schritten hoch, sodass ihre Kollegen nur zuschauen können. Schließlich erklärt Daniel: „Weil es jetzt zwei Funktionen hat, kann ich doppelt 500 anbieten: 1000!“ Da kann Elke nur lachen: „1100!“ Daniel legt noch 20 Euro drauf, aber umsonst: Mit 1.150 Euro gewinnt Elke den Bieterwettstreit. Kein Wunder, dass Petra sich damit „sehr zufrieden“ zeigt.

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