Die Oscars

Oscars 2026 – Alle wichtigen Nominierten im Überblick: Wer hat die besten Chancen?

10.03.2026, 09.34 Uhr
Im Dolby Theatre in Los Angeles werden am 15. März (Ortszeit) die Oscars verliehen. Bei der 98. Preisverleihung gibt es einen klaren Favoriten, der bereits jetzt Geschichte schreibt.

Schon vor der eigentlichen Verleihung sorgen die diesjährigen Oscars für Schlagzeilen. „Blood & Sinners“ stellt mit 16 Nominierungen einen neuen Rekord auf. Damit überbot der Genre-Mix aus unter anderem Horror, Historiendrama und Musical die bisherigen Spitzenreiter „Alles über Eva“ (1950), „Titanic“ (1997) und „La La Land“ (2016) mit jeweils 14 Nominierungen.

Damit wackelt auch ein anderer bedeutender Rekord gewaltig: Die meisten Oscars gewinnen konnten „Ben Hur“ (1959), „Titanic“ (1997) und „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003), die jeweils elf Auszeichnungen erhielten. Wird es „Blood & Sinners“ gelingen, diese filmischen Meilensteine vom Thron zu stoßen?

Oscars 2026: Diese Filme sind am häufigsten nominiert

Insgesamt vergibt die Academy Preise in 24 Kategorien. Als zweiter Topfavorit neben Ryan Cooglers „Blood & Sinners“ gilt „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson mit 13 Nominierungen. Hier eine Liste mit allen Filmen, die mindestens zwei Nominierungen erhalten haben:

- „Blood & Sinners“: 16 Nominierungen
- „One Battle After Another“: 13 Nominierungen
- „Frankenstein“: 9 Nominierungen
- „Marty Supreme“: 9 Nominierungen
- „Sentimental Value“: 9 Nominierungen
- „Hamnet“: 8 Nominierungen
- „Bugonia“: 4 Nominierungen
- „F1“: 4 Nominierungen
- „The Secret Agent“: 4 Nominierungen
- „Train Dreams“: 4 Nominierungen
- „Avatar: Fire and Ash“: 2 Nominierungen
- „Blue Moon“: 2 Nominierungen
- „Ein einfacher Unfall“: 2 Nominierungen
- „KPop Demon Hunters“: 2 Nominierungen
- „Sirāt“: 2 Nominierungen

Wer wird bester Film? Die Nominierten:

- „Blood & Sinners“
-„Marty Supreme“
- „One Battle After Another“
- „Hamnet“
- „Frankenstein“
- „Bugonia“
- „Sentimental Value“
- „F1“
- „Train Dreams“
- „The Secret Agent“

Bester Hauptdarsteller:

Timothée Chalamet in „Marty Supreme“
Leonardo DiCaprio in „One Battle After Another“
Michael B. Jordan in „Blood & Sinners“
Ethan Hawke in „Blue Moon“
- Wagner Moura in „The Secret Agent“

Beste Hauptdarstellerin:

- Jessie Buckley in „Hamnet“
Emma Stone in „Bugonia“
- Renate Reinsve in „Sentimental Value“
Kate Hudson in „Song Sung Blue“
Rose Byrne in „If I Had Legs I'd Kick You“

Bester internationaler Film – ohne Deutschland

- „Sentimental Value“ (Norwegen)
- „Ein einfacher Unfall“ (Frankreich)
- „The Secret Agent“ (Brasilien)
- „Sirāt“ (Spanien)
- „Die Stimme von Hind Rajab“ (Tunesien)

Bester animierter Film:

- „Zoomania 2“
- „KPop Demon Hunters“
- „Elio“
- „Arco“
- „Amélie et la Métaphysique des tubes“

Deutschland bei den Oscars 2026

Das deutsche Drama „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski verpasste zwar eine Nominierung als „Bester internationaler Film“ – andere Filmschaffende aus Deutschland haben jedoch noch Preischancen. In der Kategorie „Beste Filmmusik“ ist Max Richter für seine Kompositionen für „Hamnet“ im Rennen. Richter wuchs in Großbritannien auf und hat einen britischen Pass, wurde jedoch im niedersächsischen Hameln geboren.

In der Sparte „Beste visuelle Effekte“ sind die Spezialeffekte-Künstler Michael Ralla und Guido Wolter für ihre Arbeit an „Blood & Sinners“ nominiert. Wolter ist in Dessau geboren, studierte später an der Bauhaus Universität in Weimar. Er lebt in Australien und hat sowohl die australische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Ralla studierte an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er stammt aus Achern im Schwarzwald, lebt seit 2010 aber in Kalifornien.

Darüber hinaus handelt es sich beispielsweise beim norwegischen Film „Sentimental Value“ sowie „The Secret Agent“ aus Brasilien um deutsche Koproduktionen.

Wer räumt bei den Oscars 2026 ab?

Die Oscar-Verleihung ist der Höhe- und zugleich Schlusspunkt einer längeren Awardsaison. Dementsprechend können vorherige Preisverleihungen einen Hinweis darauf geben, welche Filme, Schauspielerinnen oder Regisseure besonders gute Karten haben. So wird zum Beispiel Jessie Buckley („Hamnet“) in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ als Favoritin gehandelt. Für ihre Rolle als Frau von William Shakespeare gewann sie ihren ersten Golden Globe.

Auch sonst hat die Irin in dieser Filmpreissaison fast alles gewonnen, zuletzt wurde sie beste Schauspielerin bei den Actor Awards der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA. Die Actor Awards gelten als verlässlichster Indikator für die Oscars. Der Grund: Mit über 170.000 Mitgliedern ist SAG-AFTRA die größte Hollywood-Gewerkschaft.

„Blood & Sinners“ Oscar-Topfavorit – noch vor „One Battle After Another“

Der Preis als bester Hauptdarsteller ging an Michael B. Jordan, der in „Blood & Sinners“ gleich eine Doppelrolle (Zwillingsbrüder) spielt. Darüber hinaus zeichnete die Schauspielergewerkschaft auch das gesamte Filmteam mit dem Hauptpreis aus. Damit gilt „Blood & Sinners“ als aussichtsreichster Oscar-Anwärter, wenn es um den Hauptpreis „Bester Film“ geht. Michael B. Jordan ist zudem größter Favorit in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“.

Spannend wird, wie viele Auszeichnungen der Film darüber hinaus noch einheimsen kann. In der Geschichte der Oscars hatten die meisten Nominierungen nicht immer auch die meisten Trophäen zur Folge. Zudem konnte auch „One Battle After Another“ in der aktuellen Awardsaison viele Erfolge feiern. Bei den vorherigen Galas hatte vor allem er abgeräumt, zuletzt bei der Preisverleihung der Filmproduzenten.

Die 98. Oscar-Verleihung findet in der Nacht auf Montag (16. Januar) statt. Live übertragen wird sie bei ProSieben, Joyn und Disney+.

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