Ausgabe vom 9. März

Bieterduell um Bierreklame und goldige Meinungsverschiedenheit

09.03.2026, 09.14 Uhr
Bei „Bares für Rares“ liefern sich heute nicht nur zwei Händler wegen einer Bierwerbung ein heißes Bieterduell. Es geht auch um ein wertvolles Schmuckstück, über dessen Qualität es unterschiedliche Ansichten gibt.
Horst Lichter.
Horst Lichter.  Fotoquelle: © Frank Dicks

Joachim möchte ein Bierreklameschild bei „Bares für Rares“ verkaufen, das Moderator Horst Lichter direkt als „sehr schöne Werbung“ adelt. Zwar besteht das Objekt „nur“ aus Kunststoff, ist jedoch wie ein historisches Wappenschild gestaltet und zudem von innen beleuchtet. Der Verkäufer hatte es vor 40 Jahrzehnten von einem ehemaligen Angehörigen der US-Armee erworben. Leider ist ihm beim Verpacken für die Sendung eine Leuchtstoffröhre kaputtgegangen. Joachim hat dann einfach LEDs verbaut. Lässt sich dennoch der Wunschpreis von 200 Euro realisieren?

Experte Sven Deutschmanek stört die moderne Lichttechnik überhaupt nicht und erläutert, dass die beworbene US-Biermarke Coors auf einen deutschen Auswanderer zurückgeht. Die Brauerei gibt es bereits seit 1873. Die Leuchtreklame müsste aus den 1970ern oder 1980ern stammen. Auch wenn der Zustand allgemein gut ist, setzt Sven mit seiner Expertise etwas weiter unten an und beziffert den Wert des Schildes höchstens auf 150 bis 200 Euro – wenn der wüsste!

Im Händlerraum wird sofort deutlich, wer sich für die Bierleuchtreklame wirklich interessiert. Walter „Waldi“ Lehnertz und Jos van Katwijk hält es nämlich nicht auf ihren Plätzen. Beide begutachten aufmerksam das Werbeschild. Eifel-Waldi kündigt sogar direkt an, bei den in Bitburg stationierten US-Amerikanern wegen einer passenden Leuchtstoffröhre nachzuforschen. Im Kopf hat er das Bierwerbeschild offensichtlich bereits gekauft.

Waldi startet dann auch mit seinen obligatorischen 80 Euro, dämpft aber direkt die Erwartungen: „Auch wenn es Plastik ist.“ Doch so einfach lässt sich Jos nicht täuschen. Während das restliche Händlertrio nur zuschaut, bieten sich Walter und Jos in kleinen Schritten immer höher. Schnell ist die untere Grenze der Expertise überschritten, sodass der Niederländer klagt: „Das wird ja teuer.“ Auch beim oberen Schätzlimit gibt es kein Halten. „Krass“, kommentiert David Suppes bei 280 Euro. Schließlich sichert sich Waldi das Werbeschild für 300 Euro: „Mir macht das nichts!“ Dann stichelt er: „So etwas gehört in die Eifel, nicht nach Holland.“ Denn: „Das kommt bei uns ins Klubheim.“ Kein Wunder, dass Waldi also keinen Händler-, sondern einen Liebhaberpreis bezahlt hat.

„Bares für Rares“: kein Meisterstück oder „technische Meisterleistung“?

Von dem Goldarmband, das Michael im Pulheimer Walzwerk präsentiert, ist Horst nicht sonderlich begeistert: „Da hat jetzt nicht ein Goldschmied sein Meisterstück mitgemacht.“ Heide Rezepa-Zabel widerspricht und lobt die raffinierte Machart des Schmuckstücks sogar als „technische Meisterleistung“. So wirkt es zwar massiv, ist aber erstaunlich beweglich.

Wegen der besonderen Handwerkskunst schraubt der Verkäufer seinen Wunschpreis von 6000 Euro noch einmal um zehn Prozent in die Höhe. Lässt sich der realisieren? Weil das Armband 105 Gramm auf die Waage bringt und aus 750er Gold besteht, sollte das kein Problem sein. Denn der reine Goldwert beläuft sich schon auf 7.900 Euro. Wegen der „fantastischen technischen Umsetzung“ beziffert Heide den Wert insgesamt auf 8.500 Euro.

Leider sind die Händler wegen des hohen Goldwerts etwas vorsichtig. David ahnt aber, was auf ihn zukommt: „Das sieht teuer aus!“ Das Anfangsgebot von 7.000 Euro kann sich dann auch gleich sehen lassen. David legt aber gleich noch 600 Euro drauf und lässt damit die Konkurrenz verstummen. Am Ende einigt er sich mit Michael auf 7.800 Euro.

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