Friesland - Artenvielfalt
22.02.2023 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Kriminalfilm
Lesermeinung
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Vergrößern
Originaltitel
Friesland - Artenvielfalt
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Fernsehfilm, Kriminalfilm

Mähverbot und Abhörsorgen

Von Elisa Eberle

Der Tod einer Kneipenbesitzerin führt Polizistin Süher Özlügül (Sophie Dal) und ihren Kollegen Henk Cassens (Maxim Mehmet) im 17. "Friesland"-Krimi mitten in einen Streit zwischen Naturschützern und Landwirten. Werden sie und das Publikum bei so vielen Nebenschauplätzen den Überblick behalten?

Bereits im 15. "Friesland"-Krimi stand der Umweltschutz im Zentrum: Unter dem Episodentitel "Prima Klima" erzählte der Film von ökologischer Meeresforschung und von CO2-Verklappung. Ein knappes Jahr später nimmt sich die ZDF-Krimireihe erneut einem grünen Politthema an: "Artenvielfalt" (Drehbuch: Stefan Rogall) lautet der Titel des Films unter Regie von Kerstin Ahlrichs. Das in der Realität schon höchst emotional diskutierte Thema, nimmt im Krimi – wie sollte es anders sein – ein tödliches Ende.

Die Kneipenbesitzerinnen Carolin Wörner (Monika Wegener) und Linda Behrend (Olga von Luckwald) haben schon lange mit Schmierereien an den Außenwänden ihrer Hafenkneipe zu kämpfen. Grund dafür ist Caros Verlobter, Erik Thomsen (Mike Hoffmann), der die Naturschutzgruppe in Leer leitet. Gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, zu denen im Übrigen auch die Apothekerin Insa Scherzinger (Theresa Underberg) gehört, möchte er ein Mähverbot für die Landwirtschaft erwirken.

Den ansässigen Bauern gefällt dies natürlich ganz und gar nicht. Als Caro kurze Zeit später erschossen auf einer Landstraße gefunden wird, fällt der Verdacht auf ihren Ex-Freund: Oliver Borchers (Dirk Borchardt) hätte als Landwirt mehr als einen Grund, Erik und Carolin eins auswischen zu wollen. Ähnliches gilt für Ulrike Willert (Katja Studt), die Vorsitzende des Landwirtschaftsbündnisses.

Zu viele Nebenschauplätze

Während die Polizistin Süher Özlügül (Sophie Dal) und ihr Kollege Henk Cassens (Maxim Mehmet) fleißig nach Motiven und Alibis suchen, hat ihr Chef, Kriminalhauptkommissar Jan Brockhorst (Felix Vörtler), andere Sorgen: Ein anonymer Blogger, der sich online Störtebeker nennt, hat Interna über die laufenden Ermittlungen veröffentlicht. Wird das Polizeipräsidium womöglich abgehört? Dies gilt es mithilfe der neuen IT-Kollegin Kim Erveling (Veronique Coubard) herauszufinden. Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) kämpft derweil mit dem Zoll: Seine gesamte Lieferung neuer Särge wurde beschlagnahmt. Ausgerechnet Sühers Bruder Yunus (Yunus Cumartpay) soll helfen.

Es sind wieder einmal reichlich viele Nebenhandlungen, die sich in dem 90-minütigen Fernsehfilm vor dem Publikum auftun. Über die Tatsache, dass nahezu jeder der rund 35.000 Einwohner des ostfriesischen Städtchens Leer in den Fall verwickelt ist, sieht das versierte "Friesland"-Publikum schon lange hinweg. Diesmal leidet jedoch auch die Spannung unter den vielen Nebenschauplätzen. Vertrösten kann allenfalls die sanfte Komik, die stellenweise aufblitzt. Nicht zuletzt die zunehmende Paranoia von Jan Brockhorst sorgt für manchen Schmunzelmoment. Dass die wahre Identität des Störtebekers am Ende keine große Überraschung ist, sei an dieser Stelle geschenkt.

"Friesland – Artenvielfalt" wird vermutlich trotzdem wieder gute Quoten einfahren: Die bisherigen Filme der Reihe erreichten jeweils zwischen sechs und acht Millionen Menschen. Zwei weitere Filme unter den Arbeitstiteln "Landfluchten" und "Feuerteufel" sind bereits in Planung. Ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.

Friesland – Artenvielfalt – Mi. 22.02. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Darsteller

Maxim Mehmet in einer Doppelrolle in "66/67 -
Fairplay war gestern"
Maxim Mehmet
Theresa Underberg  - Filme und Karriere der Schauspielerin und Millionen-Erbin
Theresa Underberg
Felix Vörtler
Katja Studt
Weitere Darsteller
Sophie Dal

Das beste aus dem magazin

Martin Brambach im Anzug.
Star-News

Martin Brambach über seine Rolle als Ronnie im "Tatort": "Es ist schwer, eine gute Rolle loszulassen"

Martin Brambach macht nicht nur als Tatort-Ermittler eine gute Figur. In „Mit Herz und Hilde“ spielt er Ronnie, einen Mann, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, dabei aber gleichzeitig die Gegenwart nicht aus den Augen verliert.
Professor Dr. Sven Ostermeier
ist Facharzt für Orthopädie und 
Unfallchirurgie, Sportmedizin, 
Chirotherapie und spezielle 
orthopädische Chirurgie. Der 
Schulter- und Knie-Experte arbeitet als leitender Orthopäde 
der Gelenk-Klinik Gundelfingen. 
Außerdem ist er Instruktor der  Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA).
Gesundheit

E-Bike oder klassisches Fahrrad - was ist gesünder für die Knochen?

E-Bikes ermöglichen gelenkschonende Bewegung, besonders für Menschen mit Knie-Arthrose. Richtige Nutzung kann Unfallgefahr mindern. Tipps für sicheres Fahren.
buch-guf
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Herzensangelegenheit"

Jährlich werden in Deutschland 6000 Kinder mit Herzfehlern geboren. Der renommierte Kinderherzchirurg Prof. Martin Kostelka teilt in seinem Buch "Herzensangelegenheit" Einblicke in seine Arbeit und die Herausforderungen der modernen Medizin.
Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald (l.) spricht mit Psychologe Leon Windscheid (r.)
HALLO!

Rhea Harder-Vennewald über ihre Rolle in "Notruf Hafenkante": "Ich war schwanger"

Rhea Harder-Vennewald spricht über ihre langjährige Rolle als Franzi Jung in "Notruf Hafenkante", die Herausforderungen als arbeitende Mutter und ihre liebsten Serien wie "The Crown" und "Bridgerton".
Das Buch "Pfoten im Sand"
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Pfoten im Sand"

Dr. Sybille Morch tauschte ihr Leben als Oberärztin gegen ein neues Glück auf Koh Samui: In ihrem Buch "Pfoten im Sand" erzählt sie von ihrer Reise und ihrem Einsatz für behinderte Hunde.
Prof. Dagny Holle-Lee ist Leiterin des Westdeutschen Kopfschmerz- und
Schwindelzentrums Essen sowie Oberärztin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen.
Gesundheit

Auch Schwindel kann Migräne sein

Vestibuläre Migräne überrascht oft, da sie sich durch Schwindel statt der typischen Kopfschmerzen äußert. Viele Betroffene fühlen sich benommen oder wie auf einem Schiff. Die richtige Diagnose dauert oft Jahre, doch die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und erfolgversprechend.