ZDF-Doku

"80.000 Schnitzel": Das Meer hat Wirtin Berta (83) nie gesehen

von Rupert Sommer

Der einfühlsame Dokumentarfilm porträtiert eine 83 Jahre alteWirtin in der Oberpfalz, die alle ihre Männer überlebt hat, aber ihren Betrieb nicht so einfach übergeben kann.

ZDF
80.000 Schnitzel
Dokumentarfilm • 16.03.2021 • 00:00 Uhr

Seit ihrer Jugendzeit hat die mittlerweile 83-jähirge Berta Zenefels ihren Wirkungskreis im Gast- und Bauernhof ihrer Vorfahren in der Oberpfalz nie verlassen. Tag für Tag steht sie am Herd, um die titelgebenden Schnitzel auf den Weg zu bringen. Urlaub kennt sie kaum, das Meer hat sie nie gesehen. Ans Aufgeben hat sie allerdings auch nie gedacht. Doch das Altern kann auch die Frau, die in ihrem entbehrungsreichen Leben alle Männer um sie herum, zuletzt ihren letztgeborenen Sohn, beerdigen musste, nicht ignorieren. Ohne eine Nachfolgerin steht der Hof, auf dem hohe Schulden lasten, vor dem Aus. Doch dann meldet sich plötzlich ihre Enkelin Monika bei ihr.

Die 34-Jährige hat erfolgreich studiert und viel Zeit im Ausland verbracht. Und doch fühlt sie sich nicht angekommen und möchte das deutlich modernere Leben als das von Oma Berta hinter sich lassen. Sie hofft, den Familienbesitz zu retten. Ihre Schwester Hannah, die auch als Regisseurin und Autorin des einfühlsamen Dokumentarfilms hinter dem Dreh steckt, ist von Monikas Idee zunächst alles andere als angetan. Durch die Entscheidung ihrer Schwester, plötzlich Gast- und Landwirtin zu werden, sieht auch Hannah ihr eigenes Lebenskonzept infrage gestellt.

Der einfühlsame Dokumentarfilm "80.000 Schnitzel", den das ZDF zur Geisterstunde im Spätprogramm zeigt, läuft als zweiter Beitrag in der dreiteiligen Reihe von Werken zum Weltfrauentag. Abgeschlossen wird sie am Montag, 22. März, mit dem Film "Frauenzimmer – Lust kennt kein Alter" – dann sogar erst um 0.20 Uhr.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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