"Die Story im Ersten"

So wird auf der Covid-Intensivstation der Charité um jedes Leben gekämpft

von Maximilian Haase

Ärzte und Pfleger erleben jeden Tag auf der Corona-Intensivstation der Berliner Charité die Corona-Pandemie hautnah. Eine ARD-Doku zeigt ihre Arbeit, die Spuren hinterlässt.

ARD
Die Story im Ersten: Auf der Covid-Intensivstation der Charité
Reportage • 15.03.2021 • 23:05 Uhr

Wer wissen will, warum ein kleines Virus die Welt seit über einem Jahr in Atem hält, findet Antworten in den Krankenhäusern. Täglich wird dort um Menschenleben gekämpft, der Ausnahmezustand scheint längst Normalität. Wie der Alltag von Ärzten, Pflegern und Covid-Patienten wirklich aussieht, zeigt nun "Die Story im Ersten": Über mehrere Monate begleitet die ARD-Reportage die Arbeit auf der Corona-Intensivstation der Berliner Charité. "Einblick in einen Mikrokosmos" will der Film von Regisseur Carl Gierstorfer bieten – eine Welt, die "von Menschlichkeit und den Grenzen der Medizin" bestimmt ist.

Entstanden sind viele der Aufnahmen in den anhaltenden kritischen Wochen des Winters 2020/21, der einen enormen Anstieg der Infektionszahlen und Krankenhauseinweisungen mit sich brachte. An Europas größtem Uniklinikum zeigt sich die zweite Welle umso mehr: Hier, genauer auf der Station 43, werden jene Fälle behandelt, die besonders schwer und lebensbedrohlich an Covid-19 erkrankt sind. Gemeinsam mit Co-Autorin Mareike Müller zeigt Gierstorfer, wie in einem solchen sogenannten "Level-1-Zentrum" alle Beteiligten an den Rand der Belastbarkeit geraten. Denn viele der altbewährten medizinischen Ansätze scheitern bei der Coronabehandlung. Wenn Patienten, die auf dem Weg der Besserung schienen, plötzlich versterben, verzweifeln auch erfahrene Ärzte.

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Der ohnehin schon stressige Alltag einer Intensivstation ist seit Ausbruch der Pandemie zur Dauerstrapaze geworden, wie der Film dokumentiert. Zwar gelten strengste Hygienevorschriften und Regeln für schützende Kleidung – die Angestellten der Charité arbeiten und leben aber immer auch mit der Gefahr, sich selbst anzustecken. Jenes Changieren zwischen Konzentration und Sorge wirkt sich auf Dauer auch psychisch aus. Die "Story im Ersten" zeigt, wie Menschen dies durchstehen – aber auch, "was die Hochleistungsmedizin im Kampf gegen das Virus vermag, welchen personellen, technischen und finanziellen Aufwand sich ein Industrieland wie Deutschland leistet, im Kampf um ein einzelnes Menschenleben".

Der Film zeigt, wie die bereits unter gewohnten Bedingungen herausfordernde Arbeit auf einer Intensivstation durch Schutzkleidung und Sicherheitsvorkehrungen zusätzlich erschwert wird. Auch die Sorge um ihre eigene Gesundheit und die ihrer Angehörigen treibt das Personal um. Es ist seit vielen Monaten im Einsatz gegen Corona. Das hinterlässt Spuren.

Doch allen Rückschlägen zum Trotz treten die Ärzte und Pflegenden hier – wie auch in den anderen Intensivstationen des Landes – jeden Tag aufs Neue wieder an, um der Pandemie die Stirn zu bieten.

Der Film von Carl Gierstorfer und Co-Autorin Mareike Müller gibt Einblick in das, was die Hochleistungsmedizin im Kampf gegen das Virus vermag, welchen personellen, technischen und finanziellen Aufwand sich ein Industrieland wie Deutschland leistet, im Kampf um ein einzelnes Menschenleben.

Die Story im Ersten: Auf der Covid-Intensivstation der Charité – Mo. 15.03. – ARD: 22.50 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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