Die Flüchtlingskrise von 2015 gilt als Wendepunkt in der Ära Angela Merkel. Nach der ARD widmet sich nun auch das ZDF dem Thema und zeigt im September das Doku-Drama "Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge".

Fast vier Jahre ist es her, dass in diesem Land gewaltige Veränderungen einsetzten, von denen Gesellschaft und Politik bis heute geprägt sind: Tausende Flüchtlinge brechen im September 2015 von Ungarn in Richtung Deutschland auf – in der Hoffnung, aufgenommen zu werden. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel geht es um eine Entscheidung, die ihre Kanzlerschaft und die Zeitgeschichte prägen soll. Diesen realen politischen Thriller zeigt das ZDF nun als Doku-Drama: "Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge" widmet sich am vierten Jahrestag der Geschehnisse, am Mittwoch, 4.9., um 20.15 Uhr, jenem Wendepunkt der Ära Merkel.

Wie gelangte die Bundeskanzlerin an jenem 4. September 2015 zu dem Schluss, die Grenzen für die Geflüchteten offen zu lassen? Wie reagierte sie auf die Bilder vom "Marsch der Hoffnung", den der Film anhand der Figur des Syrers Mohammad Zatareih thematisiert? In einer Mischung aus fiktionalen Drama-Elementen und realen Bildern verknüpft der Film von Regisseur Christian Twente unterschiedliche Perspektiven zu einem umfassenden Bild jener spannenden 24 Stunden.

Heike Reichenwallner übernimmt die Rolle der Angela Merkel, Mohammed Zatareih wird von Arami Aram verkörpert. Zudem wird das Dokudrama nach einem Drehbuch von Sandra Stöckmann und Marc Brost von Interviews begleitet – unter anderem mit dem damaligen Vizekanzler Sigmar Gabriel, dem damaligen Innenminister Thomas de Maizière und Peter Tauber, 2015 CDU-Generalsekretär.

Nicht nur das ZDF widmet sich dem Beginn der so genannten Flüchtlingskrise: Basierend auf dem Sachbuchbestseller "Die Getriebenen" verfilmen auch die ARD-Sender NDR und RBB den historischen Moment und dessen Entstehung. Die Dreharbeiten des ARD-Fernsehfilms sind in Berlin zu Ende gegangen, ein genauer Ausstrahlungstermin steht derzeit noch nicht fest.


Quelle: teleschau – der Mediendienst