Die Selbstmord-Szene in der ersten Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" löste eine große Debatte aus. Nun hat Netflix sie nachträglich rausgeschnitten.

Vor zwei Jahren startete die Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht". Sie thematisiert in Rückblicken den Tod der Schülerin Hannah Baker, die sich selbst das Leben nahm. Ihre Selbstmordszene in der ersten Staffel, in der sie sich mit einer Rasierklinge die Handgelenke aufschneidet, löste heftige Proteste aus. Experten warnten davor, der Konsum der Serie könne das Suizidrisiko insbesondere bei jungen Zuschauern erhöhen. Nun hat Netflix die Szene nachträglich gestrichen.

"Auf Anraten von medizinischen Experten haben wir uns zusammen mit dem Schöpfer Brian Yorkey und den Produzenten entschieden, die Szene zu bearbeiten, in der sich Hannah in der ersten Staffel das Leben nimmt", gibt Netflix in einem Statement bekannt. Die Schauspielerin Katherine Langford steht nun vor ihrem Spiegelbild, später wird nur noch die Reaktion ihrer Eltern gezeigt. "Wir glauben, dass dieser Schnitt dazu beitragen wird, dass die Show den meisten Menschen das Beste bringt und gleichzeitig das Risiko für besonders gefährdete junge Zuschauer minimiert", erklärte Showrunner Brian Yorkey in einem Statement.

Inzwischen ist auch die dritte Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" abgedreht. Sie soll im Oktober erscheinen. Da die Hauptfigur Clay (Dylan Minnette) am Ende von Staffel zwei mit Hannah Baker abgeschlossen hat, wird sie selbst nicht mehr im Fokus der Geschichte stehen. Nach dem bewegenden Ende der zweiten Staffel wird wohl Tyler (Devin Druid) eine große Rolle spielen. Außerdem könnte auch eine Abtreibung zum Thema werden. "Ich denke, Abtreibung wird mit Sicherheit diskutiert werden", äußerte sich Anne Winters in einem Interview mit "Elite Daily". Sie verkörpert in der Serie Bryce' Freundin Chlöe Rice, die von Bryce vergewaltigt wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst