Es ist eine etwas ungewöhnliche vierteilige Doku, die ARTE da sendet: 21 Wissenschaftler erläutern in Interviews, was es mit jener "Beschäftigung" auf sich hat, mit der die Menschen so viel Zeit verbringen.

21 kluge Köpfe aus aller Welt, die meisten von ihnen Professoren, haben die französischen Filmemacher Gérard Mordillat und Bertrand Rothé für ihre vierteilige Dokumentation "Arbeit, Lohn, Profit" befragt. Was eigentlich bedeutet Arbeit heutzutage? Wie hat sich das Konzept über die Zeit verändert? Und wohin entwickelt sich die Hauptbeschäftigung des Menschen, wenn immer mehr Maschinen Tätigkeiten übernehmen, mit denen Wesen aus Fleisch und Blut ihr Geld verdienten. Lehrreich, aber auch anspruchsvoll ist diese sich insgesamt über dreieinhalb Stunden wälzende Vorlesung. An eine universitäre Veranstaltung erinnert der Film deshalb, weil außer den Statements der Wissenschaftler keine anderen, typischen Doku-Elemente wie Schnittbilder, Grafiken oder eine Off-Stimme den Flow der klugen Interview-Gedanken aufhält.

Der ein oder andere mag diese Machart als spröde empfinden, gewagt ist sie allemal, allerdings auch hochinteressant. Nach Teil eins um 22.45 Uhr zu Konzepten von "Arbeit", folgen die weiteren Episoden "Beschäftigung" (23.35 Uhr), "Lohn" (0.30 Uhr) und "Markt" (1.25 Uhr). Ob man sich nach erfolgreichem "Bestehen" des Endes der Sendung um 2.15 Uhr einen Proseminar-Schein in Politik- und Wirtschaftswissenschaften von der ARTE-Redaktion ausstellen lassen kann, war auf die Schnelle nicht zu erfahren.


Quelle: teleschau – der Mediendienst