Aufgewachsen in Südafrika, zog Charlize Theron mit 18 Jahren nach Hollywood, um Karriere zu machen. Nun erinnerte sich die Schauspielerin an ihre Kindheit während der Apartheid zurück.

Als Nelson Mandela 1994 Präsident von Südafrika wurde, erwarteten das Land tiefgreifende Veränderungen. Nicht nur war Mandela das erste schwarze Staatsoberhaupt des Landes. Seine Präsidentschaft läutete auch das Ende der jahrzehntelangen Vorherrschaft der weißen über die schwarze Bevölkerung ein.

Die Schauspielerin Charlize Theron, die in Südafrika aufwuchs, sprach im Rahmen einer Spendengala nun über ihre Kindheit und die Apartheid. "Ich bin während der Apartheid aufgewachsen und habe davon profitiert", sagte die 44-Jährige. Sie habe das Privileg der Weißen genossen, erinnerte sich Theron.

Genau deshalb fühle sie sich auch der Generation, die nach der Apartheid auf die Welt gekommen ist, gegenüber verbunden. "Ich fühle mich, als wäre es meine Pflicht, sie daran zu erinnern und sie auch wissen zu lassen, dass es Einheit gibt, dass ich bei ihnen bin und dass wir alle zusammenhalten."

Theron berichtete außerdem von der Arbeit von Hilfsorganisationen, die sie unterstützt. Diese seien besonders in ländlichen Gebieten tätig, wo AIDS und HIV stark verbreitet seien. "Viele der Kinder dort wissen nicht, wer ich bin. Seltsamerweise wissen sie aber immer, dass ich Südafrikanerin bin. Das ist toll", meinte Theron. Sie sei stets bewegt davon, wenn die Kinder zu ihr laufen würden und sie mit "Hey, Schwester" ansprächen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst