Kontrolle und Optimierung möglichst aller Körperfunktionen sind ein Riesentrend. Im Reportage-Magazin "Rabiat" der ARD, unternimmt der Autor einen Selbstversuch.

"Rabiat"-Autor Alexander Tieg, in der Jugend Radsportler, hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Für seine Reportage über Selbstoptimierer und Biohacker – das sind Leute, die nun wirklich jede ihrer Körperfunktionen überwachen und kontrollieren wollen – sucht Tieg nach 15 Jahren noch einmal seinen alten Jugendtrainer auf, der ihn binnen acht Wochen topfit machen soll. Damit lebt, stemmt und strampelt der Journalist am Puls der Zeit. Eine Studie aus dem Jahr 2016 besagt, dass 97 Prozent der Frauen und 90 Prozent der Männer den Wunsch haben, "ihre Körper verbessern zu wollen". Mehr Trend geht nicht.

Für seinen Film besucht Alexander Tieg Menschen, die – vielleicht tief im Inneren – Angst haben, nicht mehr mitzuhalten und abgehängt zu werden. Dagegen ist man heute eine Menge zu tun bereit. Ein Vorreiter dieser Szene ist Andreas Breitfeld, der in München ein Bio-Hacking-Labor betreibt. Man kann es sich als Mischung aus Fitness- und Reha-Studio verstellen. Breitfelds Kunden sind überambitionierte Junge und alternde Macher. Darüber hinaus berichten andere Selbstoptimierer Tieg von ihren "Programmen" und Zielen. Viele verfolgen sie an der Grenze des gesundheitlich Verantwortbaren und der Legalität.

"Rabiat: Die Selbstoptimierer" ist der Auftakt zur neuen Staffel des jungen Reportagemagazins der ARD. Am Monat, 21. Oktober, 22.45 Uhr, widmet sich Katja Döhme dem Thema "Auf der Jagd" (über die Jäger-Szene). Am Montag, 28. Oktober, berichtet David Donschen in seinem Film "Klima retten? Ohne mich!" über Widersprüche zwischen allgemeiner Krisenerkenntnis und persönlichem Lebensstil.


Quelle: teleschau – der Mediendienst