Milla Jovovich verprügelt in der Videospiel-Verfilmung "Resident Evil 6: The Final Chapter" zum letzten Mal Zombies und garstige Wissenschaftler. Die Handlung ist wie immer eher nebensächlich.

Alles hat irgendwann ein Ende, auch die erfolgreichste Reihe von Videospielverfilmungen. Seit 2002 prügelt sich Milla Jovovich nun schon durch das "Resident Evil"-Universum, dieser apokalyptischen Welt von Zombies. Nach dem sechsten Teil, "The Final Chapter" (2016), soll aber Schluss sein. Schwer vorzustellen, schließlich fand Drehbuchautor Paul W.S. Anderson, der erneut die Regie übernahm, immer einen Weg, seinem Lebenswerk ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Egal wie hanebüchen. Hauptsache, die Optik stimmte und die Effekte knallten. ProSieben zeigt den Horror-Actionfilm nun in einer Free-TV-Premiere zu später Stunde.

Wie in den Capcom-Spielen der "Resident Evil"-Reihe stand auch in den bisherigen Filmen das Niedermetzeln von Zombiehorden im Mittelpunkt. Die Story war zumeist nebensächlich, was nicht jedem gefiel. Das ist beim Schlussakkord "Resident Evil 6: The Final Chapter" nicht anders. Die ganze Kreativität hat das Filmteam in die Todesarten gesteckt, mit denen den Untoten der Garaus gemacht wird. Der Film ist vor allem ein Endkampf, wenngleich er sich eine erstaunlich zeitgemäße Betrachtung von religiösem Fanatismus erlaubt.

Zwar ist die Heldin Alice sichtlich gezeichnet von den Schlachten der vergangenen 15 Jahre. Aber die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 41 Lenze zählende Hauptdarstellerin Milla Jovovich ist noch genügend "Kick-Ass", um erbarmungslos in die letzte Schlacht gegen die übermächtige Umbrella Corporation zu ziehen, die einst das T-Virus freisetzte und die Menschheit damit dem Untod weihte.

Unterstützt wird Alice von den – diesmal wirklich – allerletzten Überlebenden der Apokalypse und einer unerwarteten Verbündeten. Die von Umbrella entwickelte künstliche Intelligenz Red Queen entdeckt ihr Gewissen und beordert Alice dorthin, wo alles begann. Im Umbrella-Hauptquartier in Racoon City existiert ein Antivirus, das die Zombie-Symptome auf der ganzen Welt ausschalten kann. Die Menschheit hat plötzlich wieder eine Perspektive – doch die hat ihren Preis.

"Wir haben ein langes Spiel hinter uns, doch das ist jetzt vorbei", wird Alice' Erzfeind Dr. Sam Isaacs (Iain Glen) am Ende lapidar feststellen – und damit nicht unbedingt Recht behalten. In der letzten Szene von "Resident Evil: The Final Chapter" öffnet Paul W.S. Anderson nämlich doch ein Hintertürchen für eine eventuelle Fortsetzung. Informationen zufolge soll sich derzeit allerdings ein Reboot in Entwicklung befinden. Die Eheleute Anderson und Jovovich arbeiten derweil an einer weiteren Videospiel-Adaption: Im September 2020 soll "Monster Hunter" in den Kinos starten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst