Der diesjährige Fernsehfilmpreis geht an ein schweizerisches Psychodrama: Mit "Zwiespalt" erhielt der Beitrag des Schweizer Fernsehens in Baden-Baden die von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste verliehene Auszeichnung. Die SRF-Produktion mit Isabelle Barth und Martin Rapold in den Hauptrollen handelt von einem forensischen Psychiater, der einen Gewalttäter in den Hafturlaub entlässt. Kurz darauf wird eine junge Frau ermordet.

"Es ist keine Frage, dass wir in unruhigen Zeiten leben, dass viele Menschen um sicher Geglaubtes fürchten", hieß es in der Begründung der Jury. Im Drama "Zwiespalt" stünden "Personen im Zentrum, die Entscheidungen treffen, für die sie persönlich Verantwortung tragen". Und weiter: "Regisseurin Barbara Kulcsar erzählt stilsicher und mit großem handwerklichem Können."

Auch das Publikum wählte aus den zwölf Wettbewerbsfilmen, die 3sat allesamt ausgestrahlt hatte, einen Sieger: Das deutsche Freundschaftsdrama "Zuckersand" erhielt den 3sat-Zuschauerpreis. In den Hauptrollen der Gemeinschaftsproduktion von ARD, BR und MDR spielen Tilman Döbler, Valentin Wessely, Katharina Marie Schubert und Hermann Beyer.


Quelle: teleschau – der Mediendienst