Im 56. Wilsberg-Krimi, "MünsterLeaks" (Regie: Thomas Kronthaler), präsentieren sich mal wieder alle in Hochform: Die Mischung aus Comedy und Spannung stimmt (Drehbuch: Markus B. Altmeyer, Britta Burneleit), wenn der Amateurdetektiv (Leonard Lansink) seiner Lieblings-Kommissarin (Rita Russek) einen Kriminalistik-Klassiker von 1832 empfiehlt und sich weigert, ihre Patentochter als Praktikantin zu übernehmen.

Allerdings bekommt er dafür die Aufgabe aufgebrummt, im Hundekot nach den Überresten eines abgeschnittenen Fingers zu suchen, den das Hündchen einer alten Dame aufgefressen hat. Indessen scheint Freund Ekki (Oliver Korittke) das größere Los gezogen zu haben: Ihm wird eine zwei Millionen schwere Steuer-CD zugespielt, die Münsters gesamte High Society an den Pranger stellen soll.

Als die Presse von der Steuer-CD Wind bekommt, zeigt sich ein Immobilienmakler selbst an und ist wenig später tot. Die Kommissarin Anna Springer (Russek) glaubt an Selbstmord, doch Wilsberg hat daran seine Zweifel. Bei seinen Recherchen kommt er über die Akten des Maklers (Michael Kleiber) einem Fleischfabrikanten auf die Spur, der wiederum über einen Subunternehmer in einer Waldgaststätte, illegale Arbeiter untergebracht hat.

Ekkis Steuer-CD, die der Stadt einen "dreistelligen Millionenbetrag" erbringen sollte, erweist sich indessen als Flop. Doch immerhin wird der Fleischfabrikant durch die CD als recht vielseitiger Ganove belastet.

Wilsbergs Weg führt auf der Fingersuche geradewegs ins Bordell: Der Finger wurde dort einer Prostituierten entwendet, die vor der Polizei über Zwangsprostitution und illegale Fleischarbeiter auspacken wollte. Wie sagt Wilsberg zu Ekke irgendwann so trefflich? "Merkst du nicht, dass alles mit allem zusammenhängt?" Wie recht der "sozial inkompatible Eigenbrötler" (Springer) doch wieder mal hat.

In Köln und Münster werden bis zum 08. Dezember zwei neue Wilsberg-Krimis im Doppelpack gedreht. Es geht um die Münsteraner Müllmafia und um kriminelle Bankgeschäfte. Die Altersvorsorge eines Wilsberg-Freundes ist plötzlich weg!


Quelle: teleschau – der Mediendienst