Was haben ABBA, die Bee Gees und die Carpenters gemeinsam? Sie sind allesamt ziemlich peinlich. Das zumindest ist die steile These, die Nicolas Maupied in seiner Dokumentation über die drei Bands aufstellt, die jetzt bei ARTE erstmals zu sehen ist.

Anhaltspunkte gibt es tatsächlich einige: Da wären etwa die schrillen Outfits bei ABBA und den Bee Gees auf der einen und das durch und durch biedere Äußere der Carpenters-Geschwister auf der anderen Seite. Vor allem aber war ihre Musik das genaue Gegenteil dessen, was viele heute mit den 70er-Jahren verbinden: Biedermeier statt Rock'n'Roll, und statt politischen Statements gab's Texte, die auch die Großeltern mitsingen konnten, ohne rot zu werden.

"Abba, Bee Gees, Carpenters" zeichnet die Geschichte dieser drei trotz allem recht unterschiedlichen Bands äußerst unterhaltsam nach. Der Film lässt Zeitzeugen wie die Sängerin Petula Clark zu Wort kommen sowie Fans von damals, die sich heute bisweilen mit einer gewissen Scham an ihre einstigen Idole zurückerinnern.

In einem zweiten Teil (Freitag, 8. Dezember 2017, 21.50 Uhr) steht dann der Kult um die Bands im Mittelpunkt, der ab den 90er-Jahren aufkam und dem die Welt unter anderem ein ABBA-Museum verdankt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst