Clint Eastwood war in Hollywood als Unterstützer von Donald Trump lange eine Art Exot. Nun hat der Schauspieler und Regisseur aber einen Richtungswechsel vollzogen.

Vielleicht liegt es daran, dass Clint Eastwood in den 80er-Jahren selbst einmal für zwei Jahre Bürgermeister seines Heimatortes Carmel war? In einem Interview mit dem "Wall Street Journal" jedenfalls spricht er klare Worte – und attackiert Donald Trump, den er bei den letzten US-Wahlen vor vier Jahren noch unterstützt hatte. Der Hollywood-Alt-Star und bekennende Republikaner stellt sich nun offen auf die Seite des Demokraten und ehemaligen Bürgermeisters von New York, Michael Bloomberg: "Das Beste, was wir machen können, wäre, einfach Mike Bloomberg hineinzuholen." Damit meinte er das Weiße Haus.

Nicht alles an Donald Trump findet Eastwood in dem Gespräch kritikwürdig, und doch beklagt er sich über die heutige "widerwärtige" Politik in den Vereinigten Staaten, die US-Innenpolitik sei "zu zankhaft geworden". Trump solle sich "auf vornehmere Weise verhalten, ohne zu twittern und die Leute zu beschimpfen", lässt sich der 89-jährige Eastwood zitieren.

Bloomberg stieg im Herbst 2019 als letzter Kandidat in das Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ein. Entscheidend wird für ihn der sogenannte "Super Tuesday" am 3. März 2020 sein, wenn 14 Bundesstaaten gleichzeitig wählen.

Clint Eastwood feiert derzeit Erfolge mit seinem Film "Richard Jewell", für den er als Regisseur und Produzent verantwortlich zeichnet. Der Kinostart ist hierzulande für den 19. März 2020 angekündigt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH