Am Faschingsdienstag begeistern die tanzenden Marktweiber auf dem Münchner Viktualienmarkt stets tausende Narren. Für Leiterin Christl Lang ist die Gruppe die "zweite Familie".

Köln und Mainz haben ihren Rosenmontagszug vor Millionen, München hat seinen "Tanz der Marktweiber". Immer am Morgen des Faschingsdienstag tanzen die Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt vor Tausenden. Die Stimmung der Faschingsbegeisterten ist gut, und "die Christl", Christl Lang vom Obst- und Gemüsestand, heizt sie mit charmanter Stimme an. Seit dem Ende der 80er-Jahre macht sie das, unermüdlich, Jahr für Jahr. Die Tanzgruppe, die ihren Fasching unter freiem Himmel immer mit der "Linie 8" des Volkssängers Weiß Ferdl eröffnet, übt das ganze Jahr, die Christl ist ihre Präsidentin. Nun ist die "Christl und ihre tanzenden Marktweiber" endlich Protagonistin eines "Lebenslinien"-Porträts im BR.

Als gelernte Friseurin heiratete Christl Lang mit Anfang 20 in einen Gärtnereibetrieb ein und verkauft seitdem auf dem Viktualienmarkt Gemüse und Obst. Sie liebt den Markt, die Tanzgruppe ist ihre "zweite Familie", sagt sie im Lebenslinien-Porträt. Sie half ihr, auch schwere Zeiten zu überstehen – schon früh musste sie den Tod ihrer geliebten Tochter überstehen.

Lebenslinien: Die Christl und ihre tanzenden Marktweiber – Mo. 24.02. – BR: 22.00 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH