Nur 14 Gemälde werden Leonardo da Vinci unbestritten zugeschrieben. Doch wie lässt sich das feststellen? Eine ARTE-Doku geht auf Spurensuche in ganz Europa und erzählt die Geschichte eines spannenden Werkes.

Mit der "Mona Lisa" ist ihm das wohl berühmteste Gemälde der Welt gelungen. Doch obwohl begnadet wie kaum ein anderer seiner Zeit, war Leonardo da Vinci (1452-1519) nur ein seltener Maler. Wie es in dem französischen Dokumentarfilm "Da Vinci, or not da Vinci?" von Frédéric Wilner heißt, ließ das Universalgenie einige seiner Entwürfe von seinen Schülern vollenden. Oder sogleich Kopien anfertigen.

Auch weil da Vinci mitunter bis zu 20 Jahre benötigte, um eine künstlerische Arbeit zu beenden, erscheint sein malerisches Gesamtwerk heute übersichtlich. Es sind 14 erhaltene Gemälde, die ihm unbestritten zugeschrieben werden. Darunter ist freilich die "Mona Lisa". Hinzukommen soll das Bild "Madonna mit der Spindel".

Wilners Film widmet sich ausführlich der Geschichte dieses Gemäldes. Es entstand Anfang des 16. Jahrhunderts, etwa zeitgleich mit der "Mona Lisa". Bis 1809 galt es dann als verschollen. Cinzia Pasquali, eine der weltweit besten Restauratorinnen, erhielt erst in den letzten Jahren die Möglichkeit eine vermeintliche aber sehr schöne Kopie dieser "Madonna" zu untersuchen und wiederherzustellen.

Gleichzeitig aber befindet sich im schottischen Edinburgh eine weitere "Madonna mit der Spindel". Diese gilt zahlreichen Sachverständigen als ein Werk, das zumindest teilweise von da Vinci gemalt wurde. Die Doku geht manchmal spannend wie ein Krimi nun der Frage nach, in welcher Version mehr von da Vincis eigenem Pinselstrich steckt. In dem Bild in Schottland oder doch in jenem, das Pasquali in ihrer Restaurierungswerkstatt im Norden von Paris bearbeiten durfte? Die Dokumentation kommt schließlich zu einem erstaunlichen Ergebnis.


Quelle: teleschau – der Mediendienst