Nach dem Verschwinden Daniel Küblböcks richtete sich Dieter Bohlen mit einfühlsamen Worten an die Öffentlichkeit. Entrüstung löste allerdings die Kleiderwahl des "DSDS"-Chefjurors aus.

Das Verschwinden des ehemaligen Castingshow-Teilnehmers Daniel Küblböck beschäftigt auch den Mann, der ihn einst mit entdeckte: In einem Video-Statement auf seinem Instagram-Profil äußerte sich "DSDS"-Chefjuror Dieter Bohlen bestürzt über die Nachrichten von seinem einstigen Schützling, von dem vermutet wird, dass er am Sonntagmorgen über Bord eines Kreuzfahrtschiffs gegangen sei.

"Ich kann es weder fassen noch glauben", spricht der Plattenproduzent in die Kamera. Er kenne Daniel noch von früher, spielt er auf die gemeinsame Zeit bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" an. Küblböck, der in der Premierenstaffel 2002/03 Platz drei belegte, sei "auf der einen Seite ein unheimlich lustiges Kerlchen" gewesen. "Aber", so Bohlen weiter, "wenn er bei mir zu Hause war, gab es auch das krasse Gegenteil. Er konnte unheimlich traurig und unheimlich depressiv sein. Ich habe mich damals gewundert, wie schnell das hin und her ging bei ihm." Vor diesem Hintergrund könne sich Bohlen eine verzweifelte "Kurzschlussreaktion" vorstellen: "Es tut mir wahnsinnig leid, ich bin total geschockt."

 
 
 
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Gleichfalls geschockt zeigten sich viele Instagram-Nutzer trotz der einfühlsamen Worte von der Kleiderwahl Bohlens für das Video-Statement. Der 64-Jährige entschied sich ausgerechnet für einen weißen Kapuzenpulli mit dem Aufdruck "Be one with the ocean" – zu Deutsch: "Sei eins mit dem Ozean". "Bisschen geschmacklos bezogen auf die aktuelle Situation", schrieb ein Nutzer stellvertretend für andere, die mitunter schärfer in der Wortwahl waren.

Späterte postete Bohlen noch ein zweites Video, in dem er sich entschuldigte und sagte, er habe es nicht so gemeint. Ob er sich dabei auf sein Sweatshirt bezog, ließ Bohlen offen.

 
 
 
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Sorry, ich hab es so nicht gemeint...

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Unterdessen schwindet die Hoffnung, Daniel Küblböck noch lebend aufzufinden. Der Sänger, Schauspielstudent und Unternehmer wird seit Sonntag an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Aidaluna" vermisst. "Bild" beruft sich auf einen Augenzeugen, der gesehen haben will, wie der 33-Jährige 110 Seemeilen nördlich der neufundländischen Stadt St. John's ins Wasser gesprungen sei. Bei einer Wassertemperatur von 10,5 Grad belaufen sich die Überlebenschancen auf nur wenige Stunden. "Die Suche blieb bislang erfolglos", teilte der Kreuzfahrtveranstalter am Montag mit.

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Quelle: teleschau – der Mediendienst