Deutliche Worte von Deichkind: Die Mitglieder der Elektropunkband haben mit einem eindeutigen Statement Stellung zum Populismus in der Gesellschaft bezogen.

Vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am Sonntag prognostizieren viele Experten einen erneuten Aufschwung der AfD und anderer rechtspopulistischer Strömungen. Sorgen ob der aktuellen politischen Entwicklungen und des zunehmenden Rechtsrucks in der Bundesrepublik macht sich jedenfalls die Elektropunkband Deichkind. Im Interview mit "Die Zeit" meinte Bandleader DJ Phono aka Henning Besser: "Wie viel Gewalt in der Sprache ist und was das mit der Gesellschaft macht, das macht mir schon Sorgen." Die Ursache dafür sieht er in der Schaffung einer neuen Realität: "Ein Großteil der Bevölkerung nimmt eine kleine, aber hochaktive Gruppe, die die Foren bestückt, als riesige Menge wahr."

Bandkollege Sebastian Dürre hat die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben, dass eine Umkehr möglich ist. Gegenüber "Die Zeit" bezeichnete er sich als "Hört damit auf und kommt zurück"-Typ, weniger als "Ihr Nazis braucht alle aufs Maul!"-Typ. Seine klare Botschaft laute: "Wir haben keinen Bock mehr auf Hass." Außerdem fügte er hinzu, es sei "einfach geiler auf der guten Seite". Um die Menschen zu erreichen, seien "verbale Vergeltungsschläge" nicht das geeignete Mittel.

Ab 27. September gibt es von Deichkind auch wieder neue Musik zu hören. Dann erscheint das neue Album "Wer sagt denn das?".


Quelle: teleschau – der Mediendienst