"Der Große Panda"

ARTE-Doku begleitet einen Panda bis zur Auswilderung

von Rupert Sommer

Beim Anblick der tollpatschigen Pandas geht vielen Menschen das Herz auf. Kein Wunder, dass China die Tiere als "Chefdiplomaten" einsetzt. Eine ARTE-Doku hat einen "halbwilden" Panda begleitet, der in einem Zucht- und Forschungszentrum zur Welt kam und in seinem ursprünglichen Lebensraum eine dauerhafte Heimat finden soll.

ARTE
Der Große Panda
Dokumentation • 09.07.2020 • 20:15 Uhr

Immer wenn das wirtschaftlich und politisch so selbstbewusst auftretende Reich der Mitte im Ausland Sympathiepunkte sammeln und zwischenzeitlich erschüttertes Vertrauen wiedergewinnen möchte, kommen die Pandas ins Spiel. Befreundeten Nationen werden Bären als Zoo-Attraktionen überlassen. Wildtiere als Chefdiplomaten. Einmal mehr zeigt die neue ARTE-Dokumentation "Der Große Panda", die in Erstausstrahlung zu sehen ist, wie wichtig den Chinesen ihre lebenden Nationalsymbole sind und wie schwierig es ist, den Bestand der Bambus-Esser zu hegen und zu schützen. Die Filmemacher Jacky Poon und Mark Fletcher haben sich für ihre Langzeitbeobachtung drei Jahre lang an die Pfoten eines jungen Pandas geheftet.

Dabei kann man als Zuschauer den langen, mühsamen und nicht gefahrenfreien Weg eines "halbwilden" Tieres in die Freiheit begleiten. Unter den Augen von erfahrenden Tierpflegern und Wissenschaftlern wuchs der titelgebende Panda im Zucht- und Forschungszentrum Wolong in den Qinling-Bergen auf. Großer Wert wird dort darauf gelegt, möglichst "echte" Bedingungen für ein Aufwachsen in der Wildnis zu simulieren – mit möglichst wenig menschlichen Kontakten. Später kann man miterleben, wie sehr sich der Aufwand lohnt: Dann nämlich, wenn die Tiere in ihren ursprünglichen Lebensräumen wieder ausgewildert werden.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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