Als Schauspielerin wurde sie nicht selten auf ihr Aussehen reduziert. Seit ihrem Regiedebüt vor zehn Jahren allerdings ("A Place in Time") bewies Angelina Jolie mehrfach, dass sie sich mit ihren Filmen inhaltlich und intellektuell gern in anspruchsvolles Gebiet begibt. Das bleibt auch beim ersten Streamingfilm der 42-Jährigen so: Das Netflix-Original "Der weite Weg der Hoffnung" widmet sich der Lebensgeschichte der kambodschanischen Menschenrechtskämpferin Loung Un, die ihre Erfahrungen mit dem Regime der Roten Khmer in ihrer Biografie "First They Killed My Father" verarbeitete. Nun erschien ein erster Trailer zum Film, der am Freitag, 15.9., auf dem Online-Portal seine Premiere feiert.

Auf Basis der Memoiren beleuchtet Jolie in ihrem Netflix-Erstling den Kampf ums Überleben während der blutigen Diktatur zwischen 1975 und 1978, die Millionen von Kambodschanern das Leben kostete. Die Protagonistin Loung, die zu Beginn der Khmer-Herrschaft fünf Jahre alt war, erzählt aus ihrer Sicht von den Schrecken, die ihr und ihrer Familie zustießen.

Die Hauptfigur wird gespielt von der Kinderdarstellerin Srey Moch – erst kürzlich hatte sich Jolie gegen Vorwürfe gewehrt, die Kinder seien beim Casting emotional unter Druck gesetzt worden. Die "Vanity Fair" hatte berichtet, dass den jungen Darstellern Geld vorgelegt wurde und man sie anschließend fragte, was sie damit alles tun könnten. Jolie, die mit ihrem Film auf schwere Kinderschicksale hinweisen will, hatte die Gerüchte umgehend dementiert.


Quelle: teleschau – der Mediendienst