Als der schottische Arzt Alexander Fleming 1928 aus dem Sommerurlaub in sein Labor am Londoner St. Mary's Hospital zurückkehrt, entdeckt er in einer Petrischale statt der angesetzten Bakterienkultur einen seltsamen Schimmelpilz. Der Pilz ist offensichtlich in der Lage, auch hartnäckige Krankheitskeime abzutöten, Fleming nennt ihn "Penicillin". Ein Menschheitstraum scheint in Erfüllung zu gehen: ein Medikament zu besitzen, das nur die Krankheitserreger angreift, aber nicht die gesunden Körperzellen.

Wilfried Hauke (ARTE / ZDF) erzählt in seiner "Penizillin-Story" Flemings Geschichte und berichtet anschaulich von den Gefahren, die der Stoff heute mit sich bringt. Inzwischen sind bereits 70 Prozent der gefährlichen Krankheitskeime Penicillin-resistent.

Die Geschichte des Penizillins wird im Film mit einer Mischung aus historischem Film-Material, dokumentarischen Hochglanzbildern, sowie mit Experten aus aller Welt sorgfältig besetzten Spielszenen erzählt. Der Film versteht sich als "eine Medizingeschichte mit Helden und Schurken, ein kulturelles Sittengemälde des 20. Jahrhunderts". Er erzählt aber auch unbekannte Episoden der Militärgeschichte und betreibt die Aufdeckung eines andauernden medizinischen und politischen Missbrauchsskandals.


Quelle: teleschau – der Mediendienst