Roseanne Barr hat sich in einem jetzt veröffentlichten Interview zu den Vorwürfen geäußert, sie sei eine Rassistin. In dem Gespräch, dass sie kurz nach der Absetzung von "Roseanne" mit dem Rabbi Shmuley Boteach für dessen Podcast geführt hat, sagt die Schauspielerin: "Ich bin keine Rassistin, ich bin ein Idiot", zitiert "Variety" aus dem Interview. "Ich habe etwas getan, dass als bigott und ignorant herüberkommen kann, und ich weiß, dass es auch so herübergekommen ist. Und wissen Sie, ich bitte um Vergebung, denn ich liebe alle Menschen, das tue ich wirklich."

Ende Mai war eine Neuauflage der Kult-Sitcom über die amerikanische Arbeiterfamilie Conner abgesetzt worden, nachdem Roseanne Barr einen als rassistisch eingestuften Twitter-Kommentar abgesetzt hatte. Ziel der Twitter-Attacke der Trump-Anhängerin war Barack Obamas langjährige Beraterin Valerie Jarrett. Die 61-Jährige sehe so aus, als hätte die Muslimbruderschaft ein Baby mit einem Bewohner vom Planet der Affen gehabt, schrieb Barr über die Politikerin mit afroamerikanischen Wurzeln.

Sie habe nie eine Farbige mit einem Affen vergleichen wollen, so Barr jetzt. "So etwas würde ich nicht machen. Ich habe das nicht gemacht. Und es macht mich wahnsinnig, dass die Menschen jetzt denken, ich hätte es getan." Dennoch sei ihr bewusst, dass sie mit ihrem Tweet vielen Menschen Schmerz zugefügt habe: ihrer Mutter, ihrer Familie und den Mitarbeiter von "Roseanne". "Da ist das schlimmste Gefühl überhaupt."

Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass "Roseanne" trotz der Rassismus-Diskussion einen Ableger bekommen soll – allerdings ohne Beteiligung von Hauptdarstellerin Barr. Derzeit arbeitet der US-Sender ABC an einem Spin-off mit dem Arbeitstitel "The Conners", das im Herbst im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt werden soll. Die Darsteller John Goodman, Laurie Metcalf, Sara Gilbert, Lecy Goranson und Michael Fishman werden laut ABC wieder dabei sein.


Quelle: teleschau – der Mediendienst