Dass der deutsche Krimi-Normalverbraucher sich nicht mehr nur auf hiesige Mimen, die wie in "Donna Leon" italienische Charaktere geben, verlassen muss, zeigte im vergangenen Jahr bereits "Die Toten von Turin". Regisseur Giuseppe Gagliardis Serie über Italiens erste Oberinspektorin Valeria Ferro (Miriam Leone) erzielte bei ARTE ordentlichen Zuspruch. Der Kulturkanal allerdings teilte die Ausstrahlung der ersten Staffel auf. Nach dem Start im Mai 2017 ging die zweite Hälfte erst im Spätsommer auf Sendung. Schade! Denn das störte den stimmigen Verlauf der Hintergrundgeschichte, in der die Oberinspektorin mit ihrer Mutter zurechtkommen muss, die nach Jahren im Gefängnis wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Diesmal macht es der Sender klüger. Er zeigt die zwölf Episoden der zweiten Staffel aufeinanderfolgend, jeweils freitags in Doppelfolgen.

Auch weiterhin kämpft die Oberinspektorin der Kriminalpolizei Turin gegen ihre Vergangenheit und vor allem die ihrer Mutter (Lucia Monica Guerritore) an. Vor mehr als 15 Jahren hatte diese ihren Ehemann ermordet und war ins Gefängnis gewandert. Obwohl weitere Familiengeheimnisse auch im Verlauf der ersten Staffel weiter in den Vordergrund rückten, liefert die Serie immer auch einen abgeschlossenen Fall, der jeweils in Doppelfolgen behandelt wird. Ein Einstieg in die Reihe ist somit auch zur den neuen Folgen möglich.

Zum Auftakt zur zweiten Staffel wird die 45-jährige Anwaltssekretärin Gloria Severini (Cristina Giorgetti) mit einer tiefen Einstichwunde in ihrer Wohnung aufgefunden. Oberinspektorin Ferro geht zunächst von einem brutalen Mord aus. Gloria könnte ihre Affäre mit einem verheirateten Mann zum Verhängnis geworden sein. Aber auch ihr 20-jähriger Sohn gerät unter Verdacht. Grund: Der Heißsporn ist bereits wegen handgreiflicher Eifersuchtsanfälle gegenüber seiner Freundin auffällig geworden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst