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Disney+ plant je zehn neue "Star Wars"- und Marvel-Projekte

Gute Nachrichten für Fans von "Star Wars" und Marvel-Helden: Disney plant für seinen Streaming-Dienst Disney+ jeweils zehn Filme und Serien zu beiden Franchises. 

Es ist eine Kampfansage an die Streaming-Konkurrenz: Disney hat am Donnerstag angekündigt, in den kommenden Jahren sein Angebot aus den beliebten Universen der Zugpferde Marvel und "Star Wars" bedeutend auszubauen. Und wie: Jeweils zehn neue Serien sollen – voraussichtlich in einem Zeitrahmen von 2021 bis 2023 – auf dem Streaming-Portal abrufbar sein. Zusätzlich seien 15 weitere Kino- und ebenso viele Zeichentrickfilme geplant. Auf diese Weise könne Disney+ seinen Kunden jede Woche etwas Neues anbieten. Dies geht aus einer für Investoren bestimmten Präsentation hervor.

Dabei darf die enorme "Star Wars"-Expansion wohl als größte Überraschung gelten. Unter anderem wird Ewan McGregor als Jedi-Meister "Obi-Wan Kenobi" in der gleichnamigen Serie zurückkehren. Darin übernimmt Hayden Christensen erneut die Rolle des Darth Vader, die er bereits in der Prequel-Trilogie innehatte. Des Weiteren werden unter anderem zwei direkte Spin-offs von "The Mandalorian" namens "The Rangers of the New Republic" und "Ahsoka" sowie eine Spin-off-Serie über Lando Calrissian erscheinen.

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Auch was Marvel angeht, stehen Spin-offs bei Disney+ hoch im Kurs: Während sich "Ironheart" an "Iron Man" orientiert, wird es auch ein "The Guardians of the Galaxy Holiday Special" geben, welches während der Dreharbeiten zu "Guardians of the Galaxy 3" entstehen soll. Am stolzesten war man aber auf die Präsentation von "Secret Invasion", hochkarätig besetzt mit Samuel L. Jackson und Ben Mendelsohn. Der Film wurde als vollmundig als "größtes Crossover-Comic-Event der letzten 20 Jahre" angekündigt.

Nicht nur für Marvel- und "Star Wars"-Fans ist das eine gute Nachricht, denn auch finanziell zeigten die Neuigkeiten umgehend Wirkung: Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie des Disney-Konzerns um 2,5 Prozent. Auch die Abo-Zahlen des Streaming-Dienstes können sich sehen lassen: Nach eigenen Angaben haben aktuell 86,8 Millionen Film- und Serienfreunde ein Abonnement abgeschlossen.

Also alles super bei Disney? Von wegen: Wie der Konzern verlauten ließ. betrug sein Nettoverlust im Geschäftsjahr 2020 satte 2,8 Milliarden Dollar. Diese Zahl wirkt noch extremer, wenn man sich vor Augen führt, dass Disney im Vorjahr noch 10,4 Milliarden Dollar verdient hatte.

Auf künftige Kinofilme wurde in der Präsentation nur sporadisch eingegangen, Fernsehproduktionen unterliegen teils noch der Geheimhaltung. Angesichts der enormen Disney+-Offensive ist es aber durchaus möglich, dass der Konzern ohnehin den Streaming-Dienst zu seinem Kerngeschäft erhoben hat.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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