US-Wahlkampf

Trump nutzt "In the Air Tonight" und ignoriert Beschwerde von Phil Collins

"In The Air Tonight" ist einer von Phil Collins' großen Hits. Dass Donald Trump ihn auf seinen Wahlkampfauftritten verwendet, stößt dem Briten sauer auf: Er will dem US-Präsidenten verbieten, seinen Song zu nutzen.
"In The Air Tonight" ist einer von Phil Collins' großen Hits. Dass Donald Trump ihn auf seinen Wahlkampfauftritten verwendet, stößt dem Briten sauer auf: Er will dem US-Präsidenten verbieten, seinen Song zu nutzen.  Fotoquelle: 2016 Getty Images / Chris Jackson

Wahlkampfauftritte werden gerne mit vermeintlich passender Musik untermalt. Aber was, wenn das den Künstlern so überhaupt nicht schmeckt? Phil Collins reiht sich nun in eine lange Liste von Musikern ein, die nicht wollen, dass Donald Trump ihre Werke verwendet.

Der Schlagzeugeinsatz des Songs ist legendär, allerdings kann der Interpret nicht immer verhindern, dass sein Hit auch zu unliebsamen Gelegenheiten zu hören ist. Der britische Musiker Phil Collins will US-Präsident Donald Trump untersagen, mit seinem Hit "In The Air Tonight" Wahlkampf um die Präsidentschaft zu betreiben. Wie das Management des ehemaligen Genesis-Mitglieds laut Medienberichten mitteilte, hätten die Anwälte des 69-jährigen Trumps Wahlkampfteam die entsprechende Unterlassungserklärung bereits im Juni übermittelt – am vergangenen Freitag legten sie jedoch noch einmal nach. Auf eine Antwort von Trumps Sprecherteam warte man bis jetzt vergeblich.

Offenbar stößt Collins' Wille bisher auf taube Ohren, die Unterlassungserklärung wurde bereits ignoriert. "In The Air Tonight" lief erst vor kurzem bei einem Wahlkampfauftritt des Republikaners im US-Bundesstaat Iowa. Die Mitteilung wies des Weiteren darauf hin, dass es in Zeiten der Corona-Pandemie "höchst unsensibel" sei, ausgerechnet dieses Lied zu nutzen. Möglicherweise auch vor dem Hintergrund, dass die Wahlkampfveranstaltungen des amtierenden US-Präsidenten häufig vor einem Publikum ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz abgehalten werden.

In der Mitteilung wird zudem betont, dass Phil Collins bei Weitem nicht der erste Künstler sei, der es sich verbittet, dass Donald Trump die eigene Musik nutzt, um seine Auftritte zu untermalen. Und tatsächlich befindet er sich unter zahlreichen Musikstars in bester Gesellschaft: Die Rolling Stones, Elton John, Adele und Ozzy Osbourne kritisierten ebenfalls, dass Trump ihre Werke verwendet. Auch die Familie des 2017 verstorbenen Sängers Tom Petty äußerte sich dahingehend. Der kanadische Rockstar Neil Young reichte erst im August eine entsprechende Anklage wegen Urheberrechtsverletzung ein.

Am 3. November finden die US-Präsidentschaftswahlen statt. Dann entscheidet sich, ob Donald Trump als Präsident wiedergewählt wird oder sein demokratischer Herausforderer Joe Biden triumphiert.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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