Danni Büchner und kein Ende: Die Kult-Auswanderin schlägt sich fast im Alleingang durch den Dschungel, während die anderen Camper zu Statisten mutieren. Viele Zuschauer sind genervt.

Das "Dschungelcamp" nimmt auch in diesem Jahr den üblichen Lauf: Am ersten Tag tut sich eine Bewohnerin besonders hervor und wird daraufhin von den Zuschauern bestraft und immer wieder in die Dschungelprüfungen von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" geschickt. Das war bei Sarah Knappig so, bei Larissa Marolt und im vergangenen Jahr bei Gisele Oppermann. In diesem Jahr übernimmt Daniela Büchner die Rolle des Daueropfers, mit gelegentlicher Unterstützung von Elena Miras.

Da sich Danni bei den Dschungelprüfungen eher fimschig gibt, fällt die Wahl der Zuschauer immer wieder auf die aus "Goodbye Deutschland" bekannte Mallorca-Auswanderin. Schließlich will man keine erfolgreichen Prüfungen, sondern hungernde Camper sehen. So weit, so gut. Zum Leidwesen so mancher Zuschauer bestreitet Danni aber auch den Rest der Unterhaltung der RTL-Show. Sie erzählt vom Tod ihres Mannes, von einer Fehlgeburt, von ihrer traurigen Kindheit, von ihrem früheren Lebens am Existenzminimum. Ganz schön viel Schicksal für eine Dschungelcamperin.

Natürlich ist das alles traurig, aber gute Unterhaltung ist es auf Dauer nicht. Zumal, wenn dann die anderen Camper, die durch den Fokus auf Danni zu Statisten degradiert werden, dann auch noch zu traurigen Heul-Storys greifen, um wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen. So wie "Bachelor in Paradise"-Kandidat Marco Cerullo (traurige Kindheit, Alkohol) oder Toni Trips (Mobbing).

Insgesamt geben sich die "Dschungelcamp"-Bewohner bislang einfach zu brav. Der Konflikt zwischen Danni und Anastasija Avilova um den gemeinsamen Bekannten Ennesto Monté schien vielversprechend, löste sich durch eine persönliche Entschuldigung des Reality-TV-Sternchens aber schon an Tag zwei in Wohlgefallen auf. Elena Miras versucht, durch vermeintliche Exklusiv-Infos zur Trennung von Claudia Norberg und Ex-Mann Michael Wendler, die Spanung aufrechtzuerhalten. Mittlerweile ist der Spannungsbogen dieser Geschichte aber so ausgereizt, dass selbst die Enthüllung, Claudia habe den Wendler von grünen Außerirdischen mit blauen Pickeln entführen lassen, dem Zuschauer wohl nicht mehr als ein müdes Augenbrauenzucken entlocken würde.

Bei den anderen Campern herrscht Harmonie pur. Das ist menschlich nicht verwerflich, trägt aber nicht zur Unterhaltung bei. Also setzt RTL alles auf die "Danni-Show". Sehr zur Freude der Fünffach-Mutter, die sich zwar durch die Prüfungen heult und kreischt (oder eben nicht, wie am Dienstag, als sie vor der Prüfung kniff), sich andererseits aber auch über die Sendezeit freut. "Die rufen täglich für mich an und zahlen 50 Cent, die Idioten", pöbelt Danni gegen die Zuschauer und sorgt so zumindest für ein bisschen Krawall.

Die Taktik geht auf: Am Mittwoch ist sie wieder dran. Diesmal erneut im Duo mit Elena Miras, der anderen "Dschungelcamp"-Bewohnerin, die zumindest ansatzweise versucht, etwas Spannung ins Format zu bringen. Ob das Duo infernale die Staffel auf Dauer trägt, darf zumindest bezweifelt werden. Schon jetzt häufen sich in den sozialen Netzwerken die Stimmen, die die "Danni-Show" nur noch langweilig finden.


Quelle: areh