In einer neuen Ausgabe der BR-Reihe "Lebenslinien" geht es um Frank-Markus Barwasser, dem sein telegenes Alter Ego "Erwin Pelzig" immer mehr zur Last wurde – bis er sich dazu entschloss, seiner Kabarett-Rolle nach und nach den Rücken zu kehren.

Bekannte Rollen können ein wahrer Fluch für ihre Darsteller sein. Frank-Markus Barwasser muss sich nur das rot karierte Hemd anziehen und den braunen Cord-Hut aufsetzen und alle Welt erkennt und schätzt ihn als "Erwin Pelzig". Anfang der 90er-Jahre hatte der Journalist aus Würzburg seinen über Politik und Zeitgeschehen räsonierenden Allerweltsbürger ins Leben gerufen. Seitdem lässt ihn der "Pelzig" nicht mehr los.

Die neue Ausgabe der BR-Porträtreihe "Lebenslinien" will hinter die Inszenierung blicken und stellt Barwasser, der "real" viel lieber Hochdeutsch als breites Fränkisch spricht, als einen innerlich etwas zerrissenen Mann dar. Erst mit Mitte Fünfzig gelang es ihm, sich vom Zwang seiner berühmten Rolle, die mit ihrer enormen Prominenz und Strahlkraft fast schon eine Art Eigenleben entwickelt hatte, wieder zu befreien. Barwasser hängte den Cord-Hut zunächst einmal an den Nagel, um wieder "er selbst" zu sein. Wer wissen möchte, warum, und wie es nun weitergeht, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst