In der dänischen Krimiserie "Follow the Money" ermittelt Alf Rybjerg in der Drogenszene Kopenhagens. In einem Lagerraum findet er mehrere Leichen, darunter die eines kleinen Mädchens. Das ist absolut sehenswert und intensiv inszeniert. Nur schade, dass ARTE mit der dritten Staffel einsteigt.

Was sehenswerte fiktionale TV-Produktionen angeht, ist Dänemark mit Serien wie beispielsweise "Kommissarin Lund" oder "Borgen" ein Ausnahmeland. Doch nicht alle, teilweise weltweit Aufsehen erregenden Arbeiten schaffen ihren Weg ins deutsche Fernsehen. So kommt die Krimiserie "Follow the Money" (2016) mit ihren zehn intensiven Folgen auch erst jetzt im Programm von ARTE an. Schade vor allem ist, dass die Premiere in Deutschland mit der Ausstrahlung der dritten Staffel beginnt. Sie ist als Ableger der ersten beiden Staffeln angelegt und rückt den bereits in früheren Folgen von "Follow the Money" aufgetretenen Ermittler Alf Rybjerg (Thomas Hwan) in den Mittelpunkt.

Rybjerg hastet rastlos durch die Nacht. Er leidet unter erheblichem Schlafmangel aufgrund von posttraumatischen Belastungsstörungen. Diese sind die Folge einer Schussverletzung im Dienst. In der zweiten Staffel war zu sehen, wie es dazu kam. Dass der "neue" Zuschauer darüber kaum aufgeklärt wird, verwundert auch deshalb, da Rybjergs dramatisches Schicksal mit ansteigender Tablettensucht und weiterer persönlicher Verwerfungen gegenüber Kollegen einen bedeutenden Handlungsstrang einnimmt. Zudem ermittelt er nun nicht mehr in Wirtschaftsdelikten. Sein Fall führt ihn in ein dichtes Netz innerhalb der Drogenszene Kopenhagens.

Dass es in dieser Welt mithin äußerst brutal zugeht, zeigt ein erschreckender Fund. Als Rybjerg und das Team der Taskforce Nørrebro eigenlich nur einem kleinen Drogenkurier hinterher sind, führt die Spur zu einem Lagerraum. Dort finden sich mehrere Leichen, darunter ist auch ein achtjähriges Mädchen. Wie sich herausstellt, sollen die Toten allesamt rumänische Geschäftsführer millionenschwerer Unternehmen sein – so werden sie jedenfalls anhand ihrer fragwürdigen Dokumente ausgewiesen.

Die verzweifelte Suche nach den Verantwortlichen des Verbrechens und die Folgen seiner Schlafstörungen treiben den Ermittler zusehends an seine Grenzen. Zeitgleich soll der frühere Automechaniker und Kleinkriminelle Nicky (Esben Smed) für einen spanischen Auftraggeber den dänischen Absatzmarkt für Drogen weiter ausbauen. Auch die Figur des Nicky wurde in der voran gegangenen Staffel bereits eingeführt. Zaghaft und mit einigen Längen wird klar, dass beide Schicksale doch enger miteinander verbunden sind.

ARTE zeigt zunächst drei Episoden der Serie am Stück. Die weiteren Folgen sind jeweils donnerstags, 26. März, 21.10 Uhr, und 2. April, 21.05 Uhr, zu sehen.

Follow the Money – Die Spur des Geldes – Do. 19.03. – ARTE: 21.10 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH