RTL-Serie feiert Jubiläum

"GZSZ"-Star Wolfgang Bahro: Aus zwei Monaten wurden 28 Jahre

Die RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" feiert Jubiläum: Am 29. April wird die 7000. Folge ausgestrahlt. Fas ´t von Beginn an mit dabei ist Wolfgang Bahro, der nun auf die Anfänge zurückblickt.

Am Mittwoch, 29. April, zeigt RTL die sage und schreibe 7.000. Folge der Vorabendserie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (montags bis freitags, 19.40 Uhr). Einer ist fast von Anfang an mit dabei: Urgestein Wolfgang Bahro verkörpert seit 1993 den Fiesling Joachim "Jo" Gerner. Nun erzählt er im ausführlichen RTL-Interview von seinen Jahren im "GZSZ"-Kiez – wo er eigentlich nur zwei Monate bleiben wollte. "Dass daraus 28 Jahre werden würden, hätte ich nie gedacht", so der 59-Jährige.

Inzwischen habe sich sehr viel verändert. Zum Beispiel haben die Autogramm-Wünsche nachgelassen. Heute wollen die Fans lieber Selfies machen – ein Trend, der sich auch auf die Schauspieler auswirkt. "Es wird unverzichtbar, dass man auch selbst ständig auf Instagram und Facebook postet. Das ist letztendlich auch noch zusätzliche Arbeit, die Schauspieler vor 20 Jahren noch nicht kannten."

Aber auch am Set selbst habe sich viel getan in den letzten Jahren. Während heute viele Effekte digital erzeugt werden, war früher noch vieles echt – wie zum Beispiel ein Bürobrand. "Um den Effekt des brennenden Büros zu erzeugen, stellte man eine Kamera auf den Boden, legte vor die Kamera eine Gasleitung mit mehreren Löchern, aus denen die Flammen züngelten. Es sah dann so aus, als ob das Büro in Flammen stünde", so Bahro. Außerdem waren auch die Beschaffenheiten des Sets anders. "Zu Beginn der Serie wurde noch sehr viel improvisiert. Und auch die Studiobauten erinnerten eher an Kulissen aus dem Theater. Und da kam es schon des Öfteren vor, dass die Wände wackelten, wenn man die Tür zuschlug."

Sogar seine Figur hat sich gewandelt. Während Gerner früher noch fieser, ja grausamer war, entdeckt er nun immer öfter eine gute Seite an sich. Bahro sagt, er finde es ganz interessant, dass Gerner jetzt durch seine Frau Yvonne (Gisa Zach) "eine positive Wandlung durchlebt und auch privat etwas lockerer wird". Allerdings möge er "auch den durchtriebenen und schlitzohrigen Gerner sehr gerne und hoffe, dass er in Zukunft auch wieder etwas von seinen früheren Fähigkeiten zeigen kann".

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" ist vor allem dafür bekannt, auch ernstere Situationen zu behandeln. "Ich finde es sehr gut, dass GZSZ sich für Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung einsetzt und das auch in der Serie thematisiert", so Bahro. "Mir liegen vor allem auch Themen am Herzen, die sich mit Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz beschäftigen. Es zählt immer der Mensch für mich, egal, wo er herkommt, welche Hautfarbe oder Religion er hat."

"Wie wird GZSZ in Folge 14.000 aussehen?", wurde Bahro in dem Interview noch scherzhaft gefragt. Seine Antwort spricht Bände: Er glaube nicht, "dass Gerner nur die Stimme aus dem Off sein wird", betont der Schauspieler. "Er wird zwar etwas in die Jahre gekommen, aber aktiv mit dabei sein. Die graue Eminenz im Hintergrund vielleicht. Der 'Pate', der die Fäden zieht und Großvater vieler interessanter und gutaussehender Akteure, die das Publikum in Atem halten. Und Jo Gerner, der sie beflügelt, die Augenbraue hochzieht und das ganze 'wölfisch grinsend' beobachtet. Keine Hologramme, sondern spannende und lebhafte Figuren, die das Publikum in ihren Bann ziehen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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