Am Flughafen in Kassel ist in der Regel nichts los. Heidi Klum hat das zumindest kurzzeitig geändert, die erste Folge der zwölften Staffel von "Germany's Next Topmodel" spielt auf den dortigen Gepäckbändern. 50 Kandidatinnen kämpfen ab Donnerstag um den Topmodel-Titel.

Mindestens zehn Zentimeter Absatz und ein laufendes Gepäckband am Flughafen Kassel. Was nach einer eher schlechten Kombination klingt, wird am Donnerstagabend auf ProSieben zum perfekten Duo.

Denn die neuen Kandidatinnen, die auf den Titel "Germany's Next Topmodel" hoffen, müssen in Highheels über das schwarze laufende Band stöckeln, und dabei der Jury, die wieder aus Heidi Klum, Thomas Hayo und Michael Michalsky besteht, ihr Können beweisen.

Zum zwölften Mal geht Klum auf Topmodel-Suche. Startpunkt für die 50 Kandidatinnen ist der Flughafen Kassel. Von dem eher unglamourösen nordhessischen Ort Calden geht es für einige der Model-Anwärterinnen direkt an die Côte d'Azur. Genauer gesagt nach Marseille, wo ein Kreuzfahrtschiff auf sie wartet, mit dem sie in See stechen.

Zwei Teams treten gegeneinander an

Wie viele es in Runde zwei schaffen, möchte ProSieben nicht verraten. "Vielleicht nur die Hälfte", mutmaßen die Kandidatinnen ganz besorgt in einem Trailer. Klar ist aber, dass, wie schon in der vorherigen Staffel, die Mädchen schon vor der ersten Sendung in zwei Teams aufgeteilt wurden: 25 von ihnen gehören zum Team Michael, die anderen 25 zum Team Thomas. Nicht nur zwischen den Kandidatinnen, sondern auch zwischen den beiden Jurymitgliedern, kommt es also zum Konkurrenzkampf.

Im vergangenen Jahr hatte Michalsky die Nase vorn: Sein Sprössling Kim Hnizdo gewann die elfte Staffel der Show. Die mittlerweile 20-Jährige ist noch immer etwas im Modelgeschäft aktiv, lief so auch bei der Berliner Fashion Week im Januar. Schlagzeilen machte in den vergangenen Wochen aber vor allem Hnizdos Ex-Freund Alexander Keen, gerne auch "Honey" genannt, mit seiner Teilnahme am "RTL"-Dschungelcamp.

Überraschenderweise soll in diesem Jahr auch Wolfgang Joop wieder dabei sein. Zwar wird der Designer die Jury nicht wie in den Staffeln neun und zehn als volles Mitglied unterstützen, zumindest aber einen Auftritt als Gastjuror haben.

"So schwer haben wir es noch nie gehabt", kündigt Klum in einem Trailer an. Was vielleicht auch dem Umstand geschuldet ist, dass es der Jury in diesem Jahr zum ersten Mal möglich ist, die Mädchen jederzeit aus der Sendung zu werfen. Nicht nur die sogenannten Entscheidungs-Walks sind also ausschlaggebend für den Verbleib in der Sendung. Sondern sämtliche Leistungen zählen.

Justin Bieber versetzt

Einige der Kandidatinnen stellt ProSieben schon vor dem Staffelstart mit Videos und Steckbriefen auf der Website vor. Wie so oft mangelt es den jungen Mädchen an einem ganz bestimmt nicht: Selbstbewusstsein. "Ich habe Justin Bieber versetzt", erzählt so die 19-jährige Carina.

"Ich lasse mir nichts vorschreiben", die 18-jährige Helena. Und auch reichlich Streit und Drama wird wohl wieder auf die Zuschauer zukommen, wenn Kandidatin Kimberly schon im Vorstellungsvideo ankündigt: "Wenn ich zickig bin, sollte man Abstand halten."

Lange geht es aber schon kaum mehr nur darum, wer am Ende die Show gewinnt. Außer Lena Gercke, die mittlerweile selbst ProSieben-Shows moderiert, sind die meisten der Topmodels von der Bildfläche verschwunden.

Oder wie Fiona Erdmann, Sarah Knappik, Micaela Schäfer, Nathalie Volk und Gina-Lisa Lohfink neben "Honey" im Dschungelcamp gelandet. Extrem auch die Wende bei der Siegerin der Staffel sechs, Jana Beller. Sie betreibt mittlerweile einen Backshop in München.

"Germany's Next Topmodel", ProSieben, Donnerstag 20.15 Uhr.

In Kooperation mit RP ONLINE.