Zum 18. Mal wurde am Donnerstagabend der Deutsche Fernsehpreis in 21 Kategorien vergeben. Zu den Gewinnern gehörten Sonja Gerhardt, Martin Brambach und Jan Böhmermann. Die Sieger im Überblick.

Die Zeit war knapp: In nur drei Stunden wurden am Donnerstagabend in Düsseldorf 21 Preisträger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport geehrt. Erst kurz zuvor hatte die zehnköpfige Fachjury unter dem Vorsitz von Lutz Carstens die Gewinner ermittelt.

"Das Fernsehen", so erklärte Carstens, habe "in einer durch und durch politischen Zeit in allen seinen Genres Relevanz und Haltung bewiesen." Vor allem im Bereich der Fiktion gelte das "für die NSU-Trilogie, für den Dokumentarfilm 'Das Schicksal der Kinder von Aleppo', für die Rechercheleistung zu den 'Panama-Papers', aber auch für 'Neo Magazin Royale'", so Carstens weiter.

Fernsehpreis für Jan Böhmermann und "Neo Magazin Royale"

Für "Neo Magazin Royale"-Moderator Jan Böhmermann und sein Team war es in der Kategorie "Beste Unterhaltung Late Night" bereits der zweite Erfolg in Serie. Im vergangenen Jahr hatte sich der Satiriker wegen seines Schmähgedichts mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angelegt. Den Deutschen Fernsehpreis wolle er daher auch "der Rechtsschutzversicherung des ZDF" widmen, so Böhmermann.

Als beste Schauspielerin wurde derweil Sonja Gerhardt für ihre Rolle in "Ku'damm 56" geehrt. Bester Schauspieler wurde Martin Brambach ("Der Fall Barschel").

Deutscher Fernsehpreis 2017: Die Gewinner im Überblick:

  • Bester Fernsehfilm: "Familienfest" (ZDF)
  • Bester Mehrteiler: "Mitten in Deutschland: NSU" (ARD)
  • Beste Serie: "Club der roten Bänder" (Vox)
  • Beste Schauspielerin: Sonja Gerhardt ("Ku'damm 56")
  • Bester SchauspielerMartin Brambach ("Der Fall Barschel")
  • Beste Regie: Lars Kraume ("Terror – Ihr Urteil")
  • Bestes Buch: Annette Hess ("Ku'damm 56")
  • Beste Kamera: Frank Lamm ("Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter")
  • Bester Schnitt: Claudia Wolscht ("Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten")
  • Beste Musik: Heiko Maile ("Winnetou – Der Mythos lebt")
  • Beste Ausstattung: Matthias Müsse ("Winnetou – Der Mythos lebt")
  • Beste Information: "Panama Papers – Im Schattenreich der Offshorefirmen" (ARD/NDR/WDR)
  • Beste Moderation Information / Beste persönliche Leistung: Christiane Meier ("ARD Morgenmagazin")
  • Beste Dokumentation/Reportage: "Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland" (ZDF)
  • Bestes Infotainment: "Galileo" (ProSieben)
  • Beste Sportsendung: Tennis: Australian und US Open Finals der Damen (Eurosport)
  • Beste Unterhaltung Primetime: "Die Beste Show der Welt" (ProSieben)
  • Beste Unterhaltung Late Night: "NEO MAGAZIN Royale" (ZDF/ZDFneo)
  • Beste Moderation persönliche Leistung/Moderation Unterhaltung: Rocket Beans (Nils Bomhoff, Etienne Gardé, Daniel Budiman und Simon Krätschmer)
  • Beste Comedy: "Das Lachen der Anderen" (WDR)
  • Bestes Factual Entertainment: "Kitchen Impossible" (Vox)
  • Förderpreis für "Wishlist" und das Produzententeam Marc Schießer, Marcel Becker-Neu und Christina Ann Zalamea
  • Ehrenpreis der Stifter für Senta Berger