In der französischen Serie "Im fremden Körper", die Arte in Erstausstrahlung zeigt, lebt ein Familienvater nach einem Unfall mit dem eigenen Geiste im Körper eines anderen Mannes.

Eine vierköpfige Familie beim Sonnenbaden irgendwo am Meer – alles beginnt so harmlos. Der Vater springt vom Deck eines Segelbootes. Er gleitet durch die sanften Wellen und dann hinab in die Tiefe. Als er wieder "auftaucht", sind fünf Jahre vergangen. Florian Bassot (Arieh Worthalter) lag nach seinem Badeunfall im Koma. In der Zwischenzeit hat die Welt sich weitergedreht. Vor allem medizinisch wurden enorme Fortschritte gemacht. Es ist möglich geworden, den Geist eines Menschen in den Körper eines anderen zu transferieren. Ursprünglich gehörte der neue Körper dem Polizisten Sylvain Bernard, der auf dem Operationstisch starb. Florian steht in der sechsteiligen französischen Sciencefiction-Serie "Im fremden Körper" fortan vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe. Mit seinem eigenen Geiste im Körper eines anderen bewegt er sich zwischen zwei Identitäten.

Schlimmer noch: Da die neue Technologie des Geistestransfers illegal ist, kann er weder in sein altes Umfeld zurück, noch kann er in aller Konsequenz das Leben eines Polizisten führen. ARTE zeigt jeweils donnerstags (16. und 23. November) drei aufeinanderfolgende Episoden der Serie der Autoren Claude Scasso und Patrick Benedek. Ihre Idee wurde von der internationalen Jury des Festivals Séries Mania 2017 mit dem Preis für die beste französische Serie ausgezeichnet.

Dass Florian ausgerechnet in den Körper eines Polizisten transferiert wurde, gibt der anfangs merkwürdig anmutenden Story einen weiteren Dreh. Denn unglücklicherweise ist Sylvain, in dessen Körper der zunächst sichtlich verwirrte Familienvater steckt, bei der Spezialeinheit BATI. Die hat sich der Verfolgung und radikalen Bekämpfung illegal Transferierter verschrieben. Florian müsste sich also selbst eliminieren. Er steckt in einem Dilemma scheinbar ohne Ausweg.

So versucht Florian, um keinen Preis aufzufallen. Vor seinen Kollegen Gabriel (Steve Tientcheu) und Béatrice (Brune Renault) verhält er sich so, als habe er bei seinem Unfall das Gedächtnis verloren. Dabei merkt er kaum, wie er tatsächlich sein altes Leben hinter sich lässt und immer mehr zu Sylvain, dem Jäger seines eigenen Ichs, wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst