Schlammschlacht am Mittwoch: Wenn die resolute Berlinerin Marlene kocht, dann fliegen schon einmal die Fischschuppen durch die Gegend oder klebt überall dicke braune Soße. Das sollte man wohl als kreatives Chaos sehen, denn am Ende kommt meistens ein durchdachter, gut abgestimmter Löffel dabei herum. Die 28-Jährige musste sich am Mittwoch bei "The Taste" im Entscheidungskochen gegen ihre Teamkollegin Nora und Michael aus dem Team Poletto beweisen. Am Ende entschied der Gastjuror Heiko Antoniewicz, dass die 21-jährige Vegetarierin Nora "The Taste" verlassen muss.

Dabei hatte auch Marlene zuvor wieder sichtlich mit der Aufregung zu kämpfen. Die Luft wird ja auch allmählich dünn in der Kochshow. Nur noch zehn Kandidaten sind übrig, die um 50.000 Euro und ein eigenes Kochbuch kämpfen. Und auch die Aufgaben werden immer schwieriger. Am Mittwoch lautete das Thema "Kreativität". Die vier Teams sollten die Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer in Form eines möglichst köstlichen, überraschenden Löffeln interpretieren.

Das perfekte Dessert: Unkraut mit Alkohol

Nur mal so am Rande bemerkt: Wie vertreiben sich wohl die Gastjuroren die Zeit, wenn sie während des Teamkochens eine Stunde lang in der Garderobe warten müssen? Hoffentlich gibt's da etwas zu Lesen. In der zweiten Runde, dem Einzelkochen, wiederum mussten die Coaches eine Stunde lang in der Garderobe warten, während die Kandidaten kochten. Und zwar Radieschenblätter, Sonnenblumenwurzel und Bananenblüten – alles klar? Wer davon noch nie etwas gehört hat, muss sich nicht schämen. Die meisten Kandidaten schienen mit der Bananenblüte auch nichts anfangen zu können, und verarbeiteten vorsichtshalber lieber die Radieschenblätter.

Die Leipzigerin Lisa mausert sich allmählich zur Favoritin dieser Staffel von "The Taste". Bereits zum zweiten Mal in Folge erhielt sie am Mittwoch gleich zwei goldene Sterne für ihre Kochkünste im Einzelkochen. Dicht gefolgt von Gasthofinhaber Christian, der in dieser Woche ebenfalls zwei goldene Sterne erhielt. Mit roten Sternen ins Entscheidungskochen mussten Marlene, Michael und Nora. Mit einem Löffel, auf dem sie Buttermilch-Panna Cotta mit Gin anrichtete, erhielt Nora die schlechteste Bewertung von Gastjuror Antoniewicz. Da hatte man wohl das "Unkraut" Sauerklee zu wenig herausgeschmeckt – wie diese Kombination wohl geschmeckt hätte?

Schuld ist der Rettich – auch Tarek muss gehen

Wer von sich behaupten kann, in einem vollgepackten Gemüse-Regal ausgerechnet den Rettich sofort zu finden, werfe den ersten Stein. Frank Rosin jedenfalls verzeiht einem so etwas nicht. Das gab er deutlich zu verstehen und schmiss  in der ersten Runde, dem Teamkochen, kurzerhand den Bundeswehr-Koch Tarek aus seinem Team. Dabei hatte er doch eine Woche zuvor noch gelobt, wie gut der immer spurt, wenn man ihm Anweisungen gibt.

Tarek hatte beim Teamkochen lange im Regal gesucht, aber den Rettich partout nicht finden können. Weil Tareks Löffel so nicht mehr stimmig war, schickte Frank Rosin für sein Team in letzter Sekunde den Löffel von Michi auf den Teller von Gastjuror Antoniewicz. Dumm nur, dass das Thema "Kreativität" lautete – und Michis Löffel alles andere als kreativ war. Eher rustikal: Roulade vom Hasenrücken. Die sollte das Element Erde darstellen. Fand der Gastjuror aber nicht und wählte das Team Rosin als Verlierer aus. Für Frank Rosin ein Anlass, sich an Tareks Unvermögen, den Rettich zu finden, zu rächen: Der Coach entschied, dass Tarek sein Team verlassen muss.

Am Mittwoch, 22. November, kämpfen im Viertelfinale die übrigen zehn Kandidaten weiter um den Sieg bei "The Taste".