Die Finanzkrise von 2008 begann mit der Insolvenz einer Bank. Die Lehman Brothers meldeten am 15. September Insolvenz an, zu diesem Zeitpunkt hatte das Haus einen Schuldenberg von 613 Milliarden US-Dollar angehäuft. Jennifer Deschamps' 83 Minuten lange Dokumentation "Inside Lehman Brothers", die bei ARTE ausgestrahlt wurde, rollt den Skandal zehn Jahre später noch einmal auf und erklärt, was sich seitdem geändert hat.

Erschreckend wenig, wenn man den Aussagen von Whistleblowern und dem inneren Zirkel des Bankenwesens, die im Film zu Wort kommen, trauen kann. Im Gegenteil: Präsident Trump versucht, zaghafte Regularien des Finanzsystems, die sein Vorgänger auf den Weg brachte, wieder einzureißen.

Ebenfalls aus Frankreich kommt die um 21.40 Uhr folgende Dokumentation "Die Skandalbank" von Jérôme Fritel, der das Wirken der skandalumwitterten Großbank HSBC untersuchte. Das Haus steht im Ruf, hunderten Milliarden Euro chinesischen Kapitals den Weg in die westlichen Märkte zu bahnen. Nicht immer geht es dabei wohl mit legalen Mitteln zu – doch weil sie "too big to jail" ist, wie es in der Fachsprache heißt, kam die britische Großbank bisher mit kleineren Strafen davon.


Quelle: teleschau – der Mediendienst