"Tatort" für Millenials von "Late Night Berlin"

"Falls ihr wisst, wer der Mörder ist, schreibt mir 'ne DM"

von teleschau

Klaas Heufer-Umlauf und Palina Rojinski nehmen ihre Generation im "Tatort für Millennials" herrlich selbstironisch auf die Schippe.

Für Millionen von TV-Zuschauern gehört der "Tatort" fest zum Sonntagabend dazu. Seit fast 40 Jahren läuft die Krimi-Reihe über den Bildschirm – und hat am alt bewährten Konzept so gut wie nichts verändert. Junges Publikum kann die Sendung deshalb nur schwer anlocken. Das brachte die Comedians Klaas Heufer-Umlauf und Palina Rojinski auf die Idee, für ihre ProSieben-Show "Late Night Berlin" einen "Tatort für Millennials" zu drehen, in dem sie ein Klischee nach dem anderen abfeuern.

Unter dem Schlagwort "#Mord" ermittelten die beiden am vergangenen Montagabend als Kommissare im Fall einer im Wald gefundenen Leiche. Am Tatort wird sich erst einmal mit Twitter-Namen und Instagram-Follower-Anzahl vorgestellt. "Und, schon mal als Hauptkommissar gearbeitet?", hakt Rojinski bei ihrem neuen Kollegen nach. "Nö, Praktikum nur", erwidert er. "Hab erst mal für drei Monate gedacht, bin eigentlich DJ und Barista."

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Das von einer "Freeletics-Gruppe" entdeckte Opfer liegt in der klassischen "Dab Move"-Starre, einem durch das Online-Spiel "Fortnite" bekannten Tanz, und wurde anscheinend mit einem Jutebeutel erwürgt, wie Heufer-Umlauf feststellt. Die "Spuren-sheesh-erung" schießt die Bilder mit dem Smartphone – inklusive Instafilter – und natürlich wird auch gleich eine Story für die Follower gedreht, bevor es per Drive-Now ins Coworking-Revier geht. "Falls ihr wisst, wer der Mörder ist, schreibt mir 'ne DM. Wir freuen uns über alle Hinweise. Bussi", ruft Rojinski ihre Fans noch auf. "Vieleicht hat das Opfer auch so 'ne Mörder-Challenge gemacht, bei der sie sich gegenseitig umbringen oder so", mutmaßt ihr Kollege, doch die Kommissarin will lieber erstmal "ein paar Influencer verhören. Für mehr Klicks".

Man sieht, wo all das hinführt: Augenzwinkernd nehmen die beiden Moderatoren noch etliche weitere Stereotype auf die Schippe – auf YouTube konnte das Video bereits 600.000 Klicks für sich verbuchen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst
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