Late-Night-Host

John Oliver fordert wegen Corona Freilassung von US-Häftlingen

Der US-Late-Night-Talker John Oliver hat in seiner Show "Last Week Tonight" dazu aufgerufen, einen Teil der Häftlinge während der Corona-Pandemie freizulassen, um Todesfälle zu verhindern. Da sich nicht alle in Freiheit von ihrer besten Seite zeigen würde, forderte er die Freilassung von Gefangenen, die auf ihren Prozess warten, die Kaution nicht bezahlen konnten sowie von Straftätern, die den größten Teil ihrer Zeit abgesessen hätten, insbesondere immungeschwächte und ältere Menschen.

Die Haftanstalten seien schlichtweg nicht so gebaut, dass sie mit einem Virusausbruch wie diesem klarkommen könnten, argumentierte der britischstämmige Komiker und Moderator: Die Zellen seien klein, sich zu distanzieren sei nahezu unmöglich, außerdem seien Vorräte wie Seife und Masken knapp. Oft würden die infizierten Insassen in Einzelhaft gesteckt, da es keine andere Möglichkeit gebe, sie unter Quarantäne zu stellen. John Oliver: "Es ist kein großer Anreiz für die Insassen, sich zu melden, wenn es im Grunde genommen heißt: 'Hört mal, sagt uns einfach, dass ihr krank seid, und wir stecken euch in ein spezielles Bestrafungs-Loch'."

In den letzten Wochen breitete sich das Virus in den US-Gefängnissen rasant aus. Die offiziellen Statistiken weisen eine Verdopplung auf 68.000 infizierte Insassen aus. Zuletzt stieg die Zahl der Todesfälle in den amerikanischen Haftanstalten im Zusammenhang mit Sars-Covid-19 um 73 Prozent.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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