BR-Sendung

"Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten": Bauer sucht Zukunft

von Rupert Sommer

Die neue BR-Reihe "Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten" stellt urige heimische Landwirte vor, die ihre oft sehr traditionsreichen Betriebe mit neuen Ideen überlebensfähig machen.

BR
Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten
Dokumentation • 04.05.2020 • 20:15 Uhr

Das Landleben steht hoch im Kurs. Die Flut der einschlägigen Land-und-Leute-Magazine wird immer unübersichtlicher. Und bei RTL verkuppelt Inka Bause mittlerweile schon weltweit bindungswillige Gummistiefelträger. Doch häufig wird das Leben und Arbeiten auf den Höfen idealisiert – und die Anstrengung mal eben wegromantisiert. Die neue BR-Dokumentationsreihe "Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten" möchte die Verhältnisse ein wenig geraderücken. Dafür werden hier Bäuerinnen und Bauern vorgestellt, die ihren harten, schweißtreibenden und oft wenig profitablen Beruf sehr ernst nehmen. Dafür müssen sie Ideen entwickeln, wie man sich als Milchbauer, Bio-Landwirt, Tierzüchter oder Winzer dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel stellt.

Immer wieder wird in der Reihe die alte, auf den ersten Blick paradox wirkende Redewendung abgewandelt, dass sich eben fast alles ändern muss, damit es auch auf dem Land so bleiben kann, wie es war. Die "Hofgeschichten" erzählen von zupackenden Selfmade-Unternehmern, die nicht nur ihre Betriebe zukunftsfähig halten, sondern oft auch gleich mehrere Berufs- und Rollenbilder ausfüllen. So hat der 37-jährige Sebatian "Basti" Meier, der in der ersten Folge porträtiert wird, nicht nur seinen ehemaligen Milchkuh-Betrieb in eine Ziegenmilch-Produktion umgestellt. Er ist neben der Arbeit auf dem Vollerwerbshof auch noch Blachblasinstrumentenbaumeister – und tritt selbst gerne als Musiker auf. Keine Frage, das ist Fernsehen, in Bayern dahoam.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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