ARTE-Doku

"Magersucht als Wettbewerb": Wie gefährlich falsche Vorbilder sind

von Rupert Sommer

Das Reportage-Magazin "RE" geht dem Schönheits- und Schlankheitwahn sowie den gefährlich falschen Körperbildern bei Instagram und Co. auf den Grund.

ARTE
Re: Magersucht als Wettbewerb
Reportage • 19.08.2020 • 19:40 Uhr

Anerkennung zu finden, bewundert zu werden: Gerade in der Pubertät ist das besonders wichtig – und gleichzeitig kann der Drang nach Bestätigung hochgradig gefährlich werden. Das ARTE-Reportage-Magazin "Re:" geht in dem neuen Beitrag "Re: Magersucht als Wettbewerb" den gefährlichen Verführungen auf den Grund, denen vor allem junge Frauen in den sozialen Netzwerken, insbesondere auf dem Selbstbespiegelungsportal Instagram, ausgesetzt sind. Ständig wird man "auf Insta" mit falschen Vorbildern konfrontiert – etwa erschreckend dünnen Influencern, die allein durch ihre Existenz und ihr Aussehen enormen Druck auf die anderen, ihre Follower, ausüben.

Häufig fängt die gefährliche Idolisierung mit Kommentaren wie "Du bist so schön! Wie machst du das?" an. Videos und Fotos von angeblich beneidenswert schlanken Influencerinnen – kombiniert mit deren eigenen Tipps zu Ernährung und Fitness-Übungen – können eine regelrechte Sogwirkung auf ihre Anhängerinnen ausüben. Oft führt das unkritische Nacheifern solcher extremen Schlankheitsideale aber zu massiven Essstörungen, zu Magersucht und aufwendigen Krankenhausbehandlungen. So lernt man in der Reportage unter anderem eine 14-Jährige kennen, die zehn Monate lang stationär betreut werden und auf dem Höhepunkt ihres Leidens mit einer Magensonde zwangsernährt werden musste.

Das Thema Magersucht greift ARTE am späteren Abend ab 22.00 Uhr auch in der Dokumentation "Lene Marie oder Das wahre Gesicht der Anorexie" noch einmal auf.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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