In der Talkshow von Markus Lanz sprach Peter Maffay offen über das Altern und eine Phase in seinem Leben, in der er mit seinen Reserven am Ende war.

Peter Maffay ist ein Ausnahmekünstler. Doch dass der Musiker im Sommer 2019 seinen 70. Geburtstag feiern würde, das sei für ihn nicht selbstverständlich gewesen, wie er am Mittwochabend in der ZDF-Talkrunde "Markus Lanz" offenbarte: "Ich habe ziemlich ausufernd gelebt. Andere, die ähnlich gelebt haben, haben die 70 nicht erreicht."

Der Musiker, der im Februar wieder auf Tournee geht, gestand in der Sendung, dass er früher "krankhaft rastlos" gewesen sei. Das führte sogar dazu, dass er nicht mehr schlafen konnte. "Das war ein fürchterlicher Zustand. Du verbrauchst deine ganzen Reserven. Du hast Angst vor dem Schlafengehen." Markus Lanz hakte nach: "Was macht das mit einem Menschen, wenn er nicht mehr schläft?" Peter Maffays Antwort schockierte: "Du verlierst die Lust am Leben. Du verlierst die Lust zu leben." Das führe in extremen Fällen zu suizidalen Gedanken und Vorstellungen. Leute, die das erfahren, gingen durch die Hölle. "Ich habe das in einer relativ kurzen Phase selbst erlebt." Aber wenn man zurückkomme, sei es eine positive Erfahrung. "Ich lebe zu gerne."

Ein halbes Jahr habe Maffay gebraucht, "um aus dieser Talsohle herauszukommen". Doch so ganz hat den Künstler das Thema nicht losgelassen: Auch heute noch habe er Angst, dass die Schlaflosigkeit irgendwann zurückkehren könnte.

Heute achtet Maffay stärker auf sich. Er fährt Rad, achtet auf seine Ernährung und hat Spaß an der Arbeit. "Ich finde es im Augenblick richtig gut", freut er sich, ist sich aber gleichzeitig sicher: "Ich habe von meinen Eltern ein paar gute Gene bekommen."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH