Die Geschichte der Sklaverei, die bis in die frühesten Hochkulturen der Menschheit zurückreicht, zeigt über riesige Territorien hinweg eine Welt der Gewalt und der Machtbesessenheit, die sich ganz eigene Gesetze schuf. Ihr widmet sich die ARTE-Sendereihe "Menschenhandel – Eine kurze Geschichte der Sklaverei" (ARTE France) in vier an einem Abend aufeinander folgenden Dokumentationen.

Bereits im siebten Jahrhundert nach Christus wurde Afrika zu einem Zentrum des Menschenhandels. Es entwickelte sich ein Netzwerk, das sich über den gesamten Erdball erstreckte und über 1200 Jahre bestand. Mehr als 20 Millionen Afrikaner wurden im Laufe der Geschichte deportiert und versklavt. Wie und warum ausgerechnet Afrika zum Drehkreuz des Menschenhandels wurde, versucht der erste Film des Vierteilers (ab 20.15 Uhr) zu erklären.

Auf der Suche nach Gold segelten die Portugiesen am Ende des Mittelalters nach Afrika, entführten dort systematisch schwarze Sklaven und brachten sie ins neue Handelszentrum nach Brasilien, wo sie mit ihnen erste Kolonien gründeten. Im 17. Jahrhundert wollten Franzosen, Engländer, Holländer und Spanier vom Zuckerrohranbau in der Karibik profitieren. Fast sieben Millionen Afrikaner gerieten so in eine endlose Spirale der Gewalt. Weltweite Aufstände und Proteste brachten 1807 ein Ende des transatlantischen Sklavenhandels. Doch inmitten der industriellen Revolution entstanden bald neue Sklavenrouten.

Mehr als Kommentare und Erläuterungen der Experten sagen die alten Archivaufnahmen der Sklavenstämme, die einen nie da gewesenen Irrsinn der Menschheit zeigen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst